Deutschlandtrend
SPD zieht an der Union vorbei – erstmals seit 2006

Der Trend verfestigt sich: Martin Schulz etabliert die SPD in Umfragen jenseits der Union. Im Deutschlandtrend liegen die Sozialdemokraten mit 32 Prozentpunkten vor CDU und CSU. Schulz' Anti-Agenda-Kurs findet Gefallen.
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BerlinDie SPD setzt ihren Umfragen-Höhenflug fort: Nach dem ARD-Deutschlandtrend vom Freitag erreichen die Sozialdemokraten 32 Prozent und liegen damit erstmals seit Oktober 2006 beim Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap wieder vor der Union. Für CDU und CSU würden 31 Prozent stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Die AfD liegt bei elf, die Grünen bei acht und die Linke bei sieben Prozent. Auch die FDP würde mit sechs Prozent in den Bundestag einziehen. Am Mittwoch hatten zwei Umfragen ergeben, dass sich die SPD seit der Ernennung von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten bei Werten über 30 Prozent stabilisiert.

Die Ankündigung von Schulz, dass Arbeitslose wieder länger Arbeitslosengeld I erhalten sollten, findet die Mehrheit der Deutschen richtig. 65 Prozent befürworten dies, 29 Prozent sind dagegen. Auch die Kritik des SPD-Politikers an befristeten Arbeitsverhältnissen teilen Zweidrittel der Befragten. Infratest dimap befragte nach eigenen Angaben vom 20. bis 22. Februar 1047 Personen für die Umfrage.

Die Kanzlerkandidatur von Martin Schulz bringt der SPD nicht nur Zustimmung, sondern auch viele neue Mitglieder. Seit der frühere EU-Parlamentschef vor vier Wochen am 24. Januar von Noch-Parteichef Sigmar Gabriel als Spitzenmann vorgeschlagen wurde, sind über das Internet 6564 Bürger in die Partei eingetreten, wie die SPD auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Dazu kommen viele Menschen, die sich direkt in den Landesverbänden um ein Parteibuch bemüht haben.

Diese Zahlen werden von der Bundespartei aber erst mit Verzögerung erfasst. Bereits zum Jahreswechsel war die älteste deutsche Partei auch wieder die mitgliederstärkste. Die SPD kam Ende Dezember nach eigenen Angaben auf 432.706 Mitglieder, die CDU knapp dahinter auf 431.920.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutschlandtrend: SPD zieht an der Union vorbei – erstmals seit 2006"

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  • Schulz' Fake-News über "Mehr Zeit für Gerechtigkeit" werden in Sachen Substanz von dem unterlegt, was Schulz in Sachen Taten geleistet hat.

    Der Mann ohne Abi, aber mit einer falschen Zunge sollte nach der Gier beurteilt werden, mit der er sich AUF KOSTEN DER STEUERZAHLER persönlich bereichert hat und nach der Lüge, mit der er dreist in die Kamera LÜGT. Vertrauten von Schulz wurden Posten zugeschanzt. Es ist tragisch, wie das Dummvolk diesem Blender auf den Leim geht.

    Hier Schulz ungeschminkt im Original:

    https://www.youtube.com/watch?v=rS2u-Pe36nA

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/29/eu-kontrollausschuss-vorwurf-der-vetternwirtschaft-gegen-martin-schulz/

    "Mehr Zeit für Gerechtigkeit", Schulz'sche Version.

    Dieser Mann aus Würselen ist ein schäbiger Blender.

  • Schulz - ein Mann der kleinen Leute??? So ein verdammter Luegner! Mir wird einfach uebel. Der Typ ist MULTI-Millionaer!

    Schulz hat ein Gehalt weit jenseits von 325k Euro und das meiste ist davon sogar STEUERFREI! In der freien Wirtschaft braeuchte man ein Gehalt von ca. 550k Euro - eine HALBE MILLION pro Jahr!
    https://gehaltsreporter.de/promi_gehaelter/martin-schulz.html

    Selbst ein Hedgefonds-Mitarbeiter verdient weit weniger. Trotzdem wettert er gegen "die Reichen" und "Spitzenverdiener" - und klammert sich dabei aus. Der Mann ist Multi-Millionaer und kokettiert dabei noch, nie studiert zu haben. Er ist und bleibt Ungebildet und Arrogant!
    Schulz ist eine wesentlich groessere Katastrophe als Trump!

    Und die EU gehoert reformiert und zurecht gestutzt. Sonst war UK nur der Anfang.

  • Die derzeitigen Umfragen können bei nüchterner Betrachtung nur bedingt überraschen. Seit Jahren hat Merkel eine Politik betrieben, die zu einer weitgehenden Entkernung dessen geführt hat, wofür die Union einst stand. Mit den sinnlosen Griechenland-Rettungspaketen wurden die Prinzipien einer sachgerechten Finanz- und Wirtschaftspolitik primär zulasten des deutschen Steuerzahlers geopfert und eine Transferunion innerhalb der Eurozone etabliert. Die Folgen der unkontrollierten Massenimmigration des vorletzten Jahres werden Deutschland auf unabsehbare Zeit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich weiter belasten, wobei die zunehmende Gefährdung der inneren Sicherheit kaum mehr als postfaktisches Menetekel dargestellt werden kann.
    Demgegenüber profiliert sich Schulz - obwohl ein typischer Repräsentant der EU Bürokratie, die sich in den letzten Jahren zunehmend von den Interessen der Bürger in Europa entfernt hat - als moderner politischer Robin Hood, der unter dem Stichwort der sozialen Gerechtigkeit all das verspricht, was auf breite Gefälligkeit zu treffen scheint.
    Deutschland hätte eine bessere Alternative als die zwischen Schulz oder Merkel verdient. Noch nie war der Mangel an qualifiziertem politischem Personal so offensichtlich wie heute. Und dies in einer Zeit, in der Deutschland sowie Europa vor mannigfaltigen Herausforderungen stehen.

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