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DGB-Chef Michael Sommer: „Schwarz-Gelb ist eine Kann-nix-Koalition“

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Michael Sommer, hat vor der Bundestagswahl die Regierungskoalition aus Union und FDP hart kritisiert. Gründe: Stillstand, Richtungslosigkeit – und Merkels Euro-Politik.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, bei einem gemeinsamen Pressetermin. Quelle: dapd
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, bei einem gemeinsamen Pressetermin. Quelle: dapd

DGB-Chef Michael Sommer hat auch ohne eindeutige Wahlempfehlung von gewerkschaftlicher Seite eine klare Präferenz für Rot-Grün. „Die SPD ist bei den wichtigsten Themen der sozialen Gerechtigkeit auf uns zugegangen. Wir sind fast auf einer Linie. Das gilt auch für weite Teile des Grünen-Programms“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag).

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Über das derzeit regierende Bündnis aus Union und FDP urteilte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB): „Schwarz-Gelb ist eine Kann-nix-Koalition. Mehr als Steuersenkungen für Hoteliers und das Betreuungsgeld hat sie nicht zuwege gebracht.“ Die Koalition habe keinen Kompass, Stillstand regiere. Zwar hätten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Union den Gewerkschaftspositionen angenähert, sagte Sommer. Jedoch vermisse er Taten.

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Sommer rechnet damit, dass es beim Thema Mindestlohn bald zum Schwur für die Union kommt. „So wie ich höre, werden Rheinland-Pfalz und andere SPD-geführte Bundesländer im März eine Initiative für einen einheitlichen, gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro in den Bundesrat einbringen. Ich gehe davon aus, dass dafür die Mehrheiten in der Länderkammer da sind. Das wird dann der Lackmustest für Frau Merkel. Noch vor der Wahl würde der Bundestag darüber entscheiden können. Dann können sich CDU und CSU nicht mehr wegducken.“

Der DGB-Chef kritisierte zudem Merkels Haltung in der Eurokrise: „Die Bundesregierung hat unsere Zustimmung beim konkreten Krisenmanagement zur Sicherung des Euro. Aber wenn es darum geht, die richtigen Lehren zu ziehen und die Krise beherrschbar zu halten, sie vielleicht sogar zu lösen, hat Frau Merkel nichts mehr zu bieten. Sie fährt einen völlig falschen Kurs“, sagte Sommer der Zeitung.

104 Kommentare

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  • 16.02.2013, 09:21 UhrJulius

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • 16.02.2013, 09:21 UhrFrank3

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 16.02.2013, 09:34 Uhrotto936

    Die Spreache der Herrenmenschen ist offenbar noch nicht ausgestorben.
    Viele können übrigens das schwarzgelbe Elitegesindel das vorgibt die Interessen des Volkes zu vertreten nicht mehr sehen - um in Ihrer Wortwahl zu bleiben.

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