DGB mahnt ernsten Umgang mit linker Gruppierung an
Linkspartei-Initiatoren gründen Wahlalternative

Die Initiatoren für eine Partei links von der SPD machen ernst. Am Samstag schlossen sie sich zu einer Wahlalternative zusammen.

HB BERLIN. Die geplante Linkspartei nimmt langsam Gestalt an. Als ersten Schritt schlossen sich am Samstag in Berlin die «Wahlalternative» und die «Initiative ASG» zum Verein «Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit e.V.» zusammen, wie die Koordinatorin der Wahlalternative Irina Neszeri, der Nachrichtenagentur ddp sagte.

Der Verein verabschiedete auch ein Programm. Zudem wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die «Wahlalternative» wird von vier gleichberechtigten Sprechern geführt. Diese sind Klaus Ernst, Thomas Händel, Axel Troost und Sabine Lösing. Dem Bundesvorstand gehören 14 Mitglieder an, unter ihnen der Initiator Helge Meves. Im Herbst soll auf einer Bundesdelegiertenkonferenz über eine Parteigründung entschieden werden.

Sachsens DGB-Chef Hanjo Lucassen mahnte indes seine Gewerkschaftskollegen zu einem vernünftigen Umgang mit dem Thema Linkspartei. Die Gewerkschaftsführung dürfe mit den neuen Bewegungen «nicht so rigoros» umgehen wie früher mit den Grünen, sagte er dem «Tagesspiegel». «Diese Gesellschaft hat sich verändert. Insbesondere junge Leute sind enttäuscht von den etablierten Parteien.» Die Gewerkschaften müssten das ernst nehmen, so der SPD-Landtagsabgeordnete.

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