Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vor
Hauptverdächtiger im Neonazi-Prozess verweigert Aussage

Im Terrorismus-Prozess um den geplanten Neonazi-Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in München hat am Mittwoch der Hauptbeschuldigte Martin Wiese als Zeuge keine Angaben gemacht.

HB MÜNCHEN. Der 28 Jahre alte Kopf der rechtsextremen „Kameradschaft Süd“ hat sich vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht in München auf sein Aussageverweigerungsrecht als Mitbeschuldigter berufen. Auch seine drei engsten Vertrauten verweigerten die Aussage. Die vier Männer müssen sich in einem zweiten Prozess im Januar 2005 selbst wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung vor dem Gericht verantworten.

Im laufenden Prozess wird seit Anfang Oktober gegen drei Frauen und zwei Männer im Alter von 18 bis 38 Jahren verhandelt. Sie sollen unter Führung von Wiese geplant haben, am 9. November 2003 bei der Grundsteinlegung für das jüdische Zentrum in der Münchner Innenstadt eine Bombe zu zünden. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vor. Das Gericht schloss die Öffentlichkeit im laufenden Prozess aus, weil drei Angeklagte zur Tatzeit noch minderjährig oder Heranwachsende waren. Sie sollen Wiese durch ihre Angaben schwer belastet haben.

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