Die Handelsblatt-Kandidaten
Wirtschaft for President!

Der nächste Präsident muss ein unabhängig denkender Unternehmer sein, der gezeigt hat, wie sich Krisen meistern lassen. Handelsblatt Online stellt fünf Kandidaten vor, die das Zeug zum Bundespräsidenten hätten.
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DüsseldorfDer zurückgetretene Präsident ist über ein undurchsichtiges Geflecht zwischen ihm und regionalen Wirtschaftsgrößen gestolpert. Christian Wulff suchte die Nähe zur Wirtschaft, und die Frage ist, wie unabhängig er noch war. Sein Nachfolger muss anders sein.

Er muss Wirtschaft verstehen, aber persönliche Unabhängigkeit vorleben können. Das Idealbild eines Unternehmers, der sein eigenes Unternehmen durch Krisen zu lenken versteht, der weiß, dass er stets die Ansprüche von Kunden, Mitarbeitern und Eigentümern richtig austarieren muss, lässt sich auch als Idealbild eines Staatsmanns formulieren: ein Staatsschiff durch raue See zu lenken, dabei den Bürgern vertrauen zu geben und nach außen den Kurs abzustecken – das muss er können, der nächste Bundespräsident.

Handelsblatt Online hat deswegen gesucht und fünf Unternehmerpersönlichkeiten gefunden, die mit ihrem Wirken über Jahrzehnte bewiesen haben, dass sie nicht nur ihre Unternehmen erfolgreich leiten können, sondern es auch im politischen Umfeld einer sich stark verändernden Bundesrepublik und eines sich neu formenden Europa immer wieder optimal aufgestellt haben.

Es sind Unternehmer, die mit den schrillen Standortmahnern nicht mehr viel gemein haben. Es sind solche, die in ein Vakuum stoßen, das Politiker hinterlassen, die sich gegenseitig schon einmal als „Wildsau“ und „Gurkentruppe“ betiteln. Es sind Unternehmensführer, die das Versagen der Politikelite als Chance nutzen und sich engagieren. Es ist eine kleine, noch unvollständige Liste jener, die aus der Wirtschaft kommen und ein unabhängiges Verständnis von Politik haben. In einer Bundesversammlung, die den nächsten Präsidenten gehört, würde unsere Stimme ihnen gehören.

Kommentare zu " Die Handelsblatt-Kandidaten: Wirtschaft for President!"

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  • Punker (sprich: Banker! [- eingedeutschte Aussprache]) - punk!

  • Schön zu sehen, dass Roland B. derart unbeliebt ist, was zeigt, dass einige zu denken beginnen. Sie werden wohl bald als gefährliche Leute gelten. Übrigens berät R. Berger auch Knauf. Deshalb: Weder Berater noch Unternehmer, Banker schon gar nicht - doch, doch, Banker schon, aber keine, die in oder für Banken arbeiten :-) -, haben politische Ämter und Funktionen ausführen zu dürfen.

  • Es ist Fasching, da paßt der Artikel doch ganz wunderbar. Gottseidank hat sich das Thema gestern abend erledigt. Ich hoffe, daß sich die Medien nun der wahren Probleme annehmen, der dräuenden Transferunion, der kein einziger wählbarer Politiker, keine einzige der maßgeblichen Partei auch nur das Geringste entgegen zu setzen hätte! Wird der ESM verabschiedet, können wir uns Wahlen sparen, die Entscheidungen werden dann ganz woanders gefällt - nämlich in den Schuldnerländern, so wie es heute schon in der EZB der Fall ist. Ich verstehe einfach nicht, wieso sich Deutschland mit dem Hinweis auf die No-bail-out Klausel den ganzen Zumutungen entzieht, sich nicht bereits vor 2 Jahren entzogen hat. Was die Gebetsmühlen mahlen - das Land würde vom Euro dermaßen profitieren, daß es doch ganz leicht die gesamte Peripherie finanzieren kann, und das wäre sowieso das Mindeste (O-Ton Grün und Rot) - wird trotz Dauermahlens nicht richtiger. Wir stehen original am Abgrund, aber Medien und Volk kümmern sich um Bahnhöfe, Grüßaugusts und fallen auf jede Verschleierungstaktik herein.

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