Die „Heuschrecken“ könnten mit „Jamaika-Koalition“ leben
SPD gilt als rotes Tuch

Der überraschende Wahlausgang hat die Beteiligungsbranche enttäuscht. Sie hofft jetzt auf eine baldige Regierungsbildung und könnte mit einer Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen gut leben. Dagegen gilt eine schwarz-rote Lösung als schlecht.

pk HB FRANKFURT/M. Der überraschende Wahlausgang hat die Beteiligungsbranche enttäuscht. Sie hofft jetzt auf eine baldige Regierungsbildung und könnte mit einer Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen gut leben. Dagegen gilt eine schwarz-rote Lösung als schlecht, vor allem wegen Franz Münteferings Angriffen auf die Branche.

"Die Private-Equity-Branche ist ein globales Geschäft, Deutschland muss hier mit stabilen Rahmenbedingungen sowie Verlässlichkeit gegen andere Standorte konkurrieren", sagte ein angelsächsischer Beteiligungsmanager gestern. Eine Patt-Situation sei für das Investitionsverhalten schädlich und würde zu Zurückhaltung führen, ergänzte Clemens Busch, Partner bei der Gesellschaft Steadfast Capital, die früher BHF Private Equity hieß.

Der außerbörsliche Beteiligungsmarkt wird von angelsächsischen Fonds dominiert, die mit dem Geld institutioneller Anleger deutsche Firmen kaufen, sie restrukturieren und danach zu einem höheren Preis weiterveräußern. Bisher hatte sich die Branche auf einen Sieg des christlich-liberalen Lagers eingestellt und damit gerechnet, dass danach die Steuerbefreiung für Beteiligungsverkäufe wieder einkassiert würde. Im Entwurf für ein Regierungsprogramm kündigte die Union an, dass sie zur Gegenfinanzierung von steuerlichen Erleichterungen die Besteuerung von Beteiligungsveräußerungen der Kapitalgesellschaften wieder einführen wolle. Die meisten Investmentbanker sahen trotz dieser Pläne keinen Rückschlag für den hiesigen Finanzstandort. "Die neue Besteuerung ist schon seit längerem bekannt. Wenn sich die Sätze im internationalen Rahmen von vielleicht zehn bis 25 Prozent bewegen, kann man damit leben", meinte der Deutschland-Chef einer amerikanischen Investmentbank.

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