Die Preise sollen um bis zu 43 Prozent verringert werden
Künast rechnet mit Änderungen an umstrittener Zuckermarktreform

Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne) hält einen Kompromiss im Streit um die EU-Zuckermarktreform für möglich.

HB BERLIN. „Es wird ein paar Veränderungen geben“, sagte Künast der dpa in Berlin. Die Reform sei nötig, weil die Welthandelsorganisation (WTO) ein Ende der bisherigen Preispraxis fordere. Ohne eine Lösung „würden wir nicht nur Schadenersatz zahlen müssen, wir würden damit die Preise endgültig in Europa verderben.“

Die Agrarminister treffen sich an diesem Montag in Brüssel, um über die geplante Senkung der garantierten Preise für Rüben und Zucker zu beraten. Die Preise sollen um bis zu 43 Prozent verringert werden. Die Bauern sollen allerdings zu 60 Prozent durch eine von der Produktionsmenge unabhängige Prämie entschädigt werden. Künast hofft, dass die wettbewerbsfähigen Standorte in Europa erhalten werden. Der Deutsche Bauernverband ist offen für einen Kompromiss, wenn die Preisabschläge nicht so stark wie bislang geplant ausfallen. Tausende Rübenbauern hatten gegen die Pläne der EU-Kommission demonstriert. Australien, Brasilien und Thailand hatten im April ein Streitverfahren vor der Welthandelsorganisation (WTO) gewonnen, in dem die WTO erklärte, die EU verkaufe künstlich verbilligten Zucker.

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