Die Steuerexperten der Verbände kritisieren das Schaulaufen der Opposition: Wirtschaft reagiert frustriert auf Steuerdebatte der Politik

Die Steuerexperten der Verbände kritisieren das Schaulaufen der Opposition
Wirtschaft reagiert frustriert auf Steuerdebatte der Politik

Die vielen neuen Vorschläge der Parteien für eine große Steuerstrukturreform werden in der Wirtschaft immer weniger ernst genommen. „Wir beobachten ein Rennen, bei dem es gar kein Ziel geben soll“, sagt Alfons Kühn, Steuerexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). „Wer wie führende CDU-Politiker sagt, mein Konzept gibt es nur 1:1, der will nicht ernsthaft Politik betreiben“, kritisiert auch Matthias Lefarth, Steuerexperte des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) das „politische Schauspiel“ der Opposition zum Jahresbeginn.

dri BERLIN. Hermann Otto Solms, der als Finanzexperte seiner Fraktion im Januar das FDP-Konzept als Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen wird, äußert sich gegenüber dem „Handelsblatt“ ebenfalls skeptisch, dass es zu einer großen Steuerreform kommen wird: Zu weit lägen die Vorstellungen aller Parteien auseinander. „Merz ist auf halbem Weg stecken geblieben“, kritisiert Solms die CDU. Nachdem er mit Ausnahmen vom Stufentarif angefangen habe, blieben „nur stückhafte Thesen, die selbst in der Union nicht akzeptiert sind“, so Solms.

Kühn glaubt, dass es CDU und CSU nur darauf ankomme, sich eine gute Ausgangsposition für den Bundestagswahlkampf 2006 zu verschaffen. Lefarth befürchtet, dass so in den nächsten drei Jahren alle Chancen auf Verbesserungen für Mittelständler verspielt würden. Beide Verbandsexperten fordern daher von allen Parteien, sich auf das im Konsens von Bundestag und Bundesrat Machbare zu konzentrieren.

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