Die zivile Wehrverwaltung verweist auf einen bis 2011 gültigen Tarifvertrag
Zivilverwaltung durchkreuzt Strucks Reformpläne

Die Pläne von Verteidigungsminister Struck, die Bundeswehr zu verkleinern, sind gefährdet. Laut Presseberichten gibt es Widerstand in der Zivilverwaltung.

HB BERLIN. Das erklärte Ziel von Verteidigungsminister Peter Struck, die Bundeswehr bis zum Jahr 2010 auf 250.000 Soldaten und 75.000 Zivilbedienstete zu verkleinern, ist offenbar bedroht. Wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Wochenende berichtete, stoßen die Kürzungspläne des Sozialdemokraten auf heftigen Widerstand der zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr.

Die zivile Wehrverwaltung poche auf einen bis 2011 gültigen Tarifvertrag und auf eine Zusage des Ministers, wonach es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde, schreibt das Blatt. Deshalb könne die Zahl der zivilen Mitarbeiter allenfalls auf 96.000 reduziert werden. Aus dem Plus von 22.000 Zivilisten gegenüber Strucks Plänen würden sich jährlich Mehrkosten von etwa einer Milliarde Euro ergeben.

Dem Bericht zufolge benötigt der Minister allerdings alles verfügbare Geld. Zwischen den Wünschen der Steitkräfte und den voraussichtlichen Mitteln bis zum Jahr 2016 klaffe eine Lücke von gut 15 Milliarden Euro. Struck habe deshalb in der vergangenen Woche seine Spitzenbeamten ermahnt, die Vorgaben einzuhalten. Ein Ministeriumssprecher wollte den Bericht auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AP nicht kommentieren. Er habe jedoch gesagt, dass die entsprechende Weisung Strucks «mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten» umgesetzt werde.

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