Dienstwagen-Flotte
Politiker „stinken“ munter weiter

Klimaschutz steht bei Politikern zurzeit hoch im Kurs. Trotzdem: Die Dienstwagenflotte des Bundes ist auch weiterhin kein umweltpolitisches Vorbild. Eine Anfrage der FDP brachte jetzt Brisantes zum Vorschein.

BERLIN. Mehr Verbrauch und mehr PS: Die Dienstwagen-Flotte des Bundes ist alles andere als vorbildhaft. So wächst nicht nur die Motorenleistung der Autos, sondern es steigt auch der Kohlendioxid-Ausstoß, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf die FDP-Anfrage hervorgeht. Darüber hinaus ist offenbar nicht geplant, die Dieselfahrzeuge mit einem Rußpartikelfilter nachzurüsten.

Daher dürfen 3770 Dieselfahrzeuge der Bundesbehörden bei Fahrverboten nicht in die Umweltzonen der Städte fahren, wie die Regierung in ihrer Antwort einräumte. Insgesamt wären sogar 4.230 Autos betroffen. „Der Bund wird damit Opfer seiner eigenen Verordnung“, kommentierte der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Michael Kauch, und wies darauf hin, dass die Bürger vom Bund zur Nachrüstung aufgefordert seien. Insgesamt unterhalten Bundesregierung und -behörden einen Fuhrpark von 21 392 Fahrzeugen.

Alternative Kraftstoffe und Antriebe haben lediglich einen Anteil von 0,1 Prozent an der Gesamtflotte. Seit einer gleich lautenden FDP-Anfrage aus dem Jahr 2005 wurden nur ein Fahrzeug mit Erdgas und eines mit Flüssiggas gekauft.

Der durchschnittliche Verbrauch der Fahrzeuge ist weiter hoch: Bei den Otto-Motoren blieb der Verbrauch bei 12,6 Litern konstant, stieg aber im Vergleich zu 2004 (11,8 Liter). Auch bei Diesel-Fahrzeugen ist die Entwicklung kaum besser: Schon 2004 lag ihr durchschnittlicher Verbrauch wie 2006 bei 9,3 Litern. 2005 verbrauchten die Dieselfahrzeuge gar 9,8 Liter im Schnitt.

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