Die Diesel-Affäre hat das Vertrauen in die deutsche Autoindustrie beschädigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt nun die Konzernchefs in die Pflicht. Zugleich kündigte die CDU-Vorsitzende einen neuen Autogipfel an.

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  • Merkel kritisiert die Autoindustrie. Ihre berechtigte Kritik sollte aber nicht von der Mitverantwortung und dem Versagen der Politik ablenken.
    Die Politik hat bislang wichtige Weichenstellungen in die Zukunft der Autoindustrie nicht mit der nötigen Energie vorangetrieben. Hinzu kommt, dass die Kontrollen bei der Einhaltung der Abgaswerte allem Anschein nach nicht im notwendigen Umfang und mit der maximalen Konsequenz durchgeführt wurden. Und Dieselfahrer fühlen sich von der Politik kaltschnäuzig im Stich gelassen: Schon seit längerem Opfer einer Nullzinspolitik müssen sie nun auch noch Wertverluste beim Auto hinnehmen.
    Merkel zeigt mit dem Zeigefinger auf die Autoindustrie. Drei andere Finger weisen auf sie zurück: Defizite bei der Gestaltung einer emissionsarmen, vernetzten und autonomen Mobilität der Zukunft, unzureichende Kontrollen in der Vergangenheit und verärgerte Autofahrer. Merkel sollte jetzt starke Signale senden, dass sie verstanden hat. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre eine angemessene Entschädigung der Dieselfahrer.

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