Differenzen um Ministerposten
Koalitionsgespräche in Kiel fortgesetzt

HB BERLIN. Nach einer Unterbrechung haben sich CDU und SPD in Kiel am Samstagvormittag wieder an den Verhandlungstisch gesetzt. Die Gespräche über die Bildung einer großen Koalition waren in der Nacht vertagt worden.

Die Verhandlungen waren kurz vor Mitternacht ins Stocken geraten, weil die CDU mehr Minister- und Staatssekretärsposten beanspruchte, als die SPD akzeptieren wollte. Die Sozialdemokraten drohten daraufhin offenbar mit dem Abbruch der Beratungen.

In einem Vier-Augen-Gespräch verständigten sich CDU-Chef Peter Harry Carstensen und SPD-Landesvorsitzender Claus Möller um 00.30 Uhr auf eine Vertagung. «Wenn wir nicht die Hoffnung hätten, dass wir uns noch einigen können, würden wir uns nicht erneut zusammensetzen», sagte Carstensen.

Die Parteien hatten offizielle Verhandlungen am 4. April aufgenommen, nachdem die langjährige Ministerpräsidentin Heide Simonis am 17. März in vier Wahlgängen bei der Wiederwahl gescheitert war.

Bei der Landtagswahl am 20. Februar hatte die SPD eine Niederlage erlitten und 4,4 Prozent der Stimmen verloren, während die CDU fünf Prozent hinzugewann und stärkste Partei wurde. Die bisherigen rot-grüne Koalition verlor ihre Mehrheit.

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