DIHK-Präsident
„Betreuungsgeld setzt die falschen Signale“

Beim Betreuungsgeld, wie es Familienministerin Kristina Schröder durchkämpfen, ist die Wirtschaft ausnahmsweise einig mit der SPD: Das Vorhaben setzt falsche Signale, so DIHK-Präsident Driftmann.
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BerlinAus der Wirtschaft kommt weiter scharfe Kritik am von Union und FDP geplanten Betreuungsgeld. Das Geld setze falsche Anreize und fördere noch, dass Frauen zu Hause bleiben statt in die Arbeit zurückzukehren, sagte DIHK-Präsident Heinrich Driftmann der „Wirtschaftswoche“. Die SPD äußerte sich empört über Drohungen von Familienministerin Kristina Schröder (CDU), bei einem Scheitern des Betreuungsgelds Mittel für den Kita-Ausbau zu kürzen.

„Die 1,2 Milliarden Euro, die hier künftig ausgegeben werden sollen, sollte man besser nutzen, um die Kinderbetreuung wie versprochen auszubauen“, mahnte Driftmann. „Das Betreuungsgeld setzt für den Arbeitsmarkt die falschen Signale“, kritisierte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages weiter. Gebraucht würden mehr Frauen in der Wirtschaft, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Dabei müssten Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten, zum Beispiel um „bessere Rahmenbedingungen für berufstätige Frauen“ zu schaffen.

Der Koblenzer Sozialwissenschaftler Stefan Sell nannte das Betreuungsgeld einen „Irrsinn“, der „sozialpolitisch einen perversen Umverteilungscharakter“ hat. Auch er plädierte in der „Rhein-Zeitung“ vom Samstag dafür, die Mittel für das Betreuungsgeld lieber dafür zu nutzen, die personelle Ausstattung von Kitas zu verbessern.

Schröders Sprecher Christoph Steegmans hatte dagegen umgekehrt am Freitag mit Blick auf rechtliche Zweifel am Betreuungsgeld gesagt, dies stelle auch die Unterstützung des Bundes für den Kita-Ausbau in Frage. „Wer Kitaausbau sagt, muss auch Betreuungsgeld sagen“, sagte Steegmans.

Empört darüber äußerte sich SPD-Vize Manuela Schwesig. „Die Drohung des Familienministeriums zeigt, wie sehr Frau Schröder unter Druck steht“, erklärte Schwesig nach Parteiangaben am Samstag in Berlin. Sie solle „lieber etwas für den Kita-Ausbau tun, als mit den Säbeln zu rasseln“.

Das vor allem von der CSU geforderte Betreuungsgeld, über das nach dem Willen der Koalition der Bundestag noch im Juni entscheiden soll, sollen Eltern erhalten, die ihre Kinder zu Hause betreuen oder die Betreuung privat organisieren. Der Gesetzentwurf stößt allerdings auch in den Reihen von CDU und FDP auf Kritik. Gleichwohl sagte der Parlamentsgeschäftsführer der Union, Michael Grosse-Brömer, der „Rheinischen Post“ vom Samstag, er rechne nicht mehr mit größeren Veränderungen der Vorlage.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " DIHK-Präsident: „Betreuungsgeld setzt die falschen Signale“"

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  • Die spinnen die Deutschen! Wir reden über 1- bis 3-jährige Kinder, nicht über 3- bis 6-jährige! Keiner der Intellektuellen, die sich über das Betreuungsgeld echauffieren ist von seinen Eltern als 2-jähriger 10 h am Tag abgeschoben worden. Wenn meine Frau und ich beide arbeiten, dann verlassen wir das Haus gegen 7:15 h und kommen gegen 18:15 h zurück. Selbst die Sozialwissenschaftler stimmen in diesen Chor mit ein - unglaublich.

  • muß natürlich heißten die 68er, Entshuldigung für den Fehler

  • Herr Driftmann lesen Sie mal dazu diesen Rtikel
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/birgit-kelle/deutsche-krippenluege-frankreich-hat-viel-weniger-kitas-.htm

    Die böse Saat der 58er geht offenbar heute so richtig auf. Familie?Das darf gar nciht sein, das muß vollends zerstört werden.
    Frauen werden zu Gebärmaschinen und dann ab mit dem Kind in die Staatserziehung

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