DIHK-Umfrage
Dieselpreis setzt Transporteure unter Druck

Der hohe Dieselpreis setzt Deutschlands Transporteure stark unter Druck: Wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ergab, hat die Mehrheit der Betriebe mit Mehrkosten von fünf bis zehn Prozent zu kämpfen.

HB BERLIN. Dieser Befund gilt demnach für den Straßengüterverkehr und das Bus- und Taxigewerbe. Die Branche versuche, ihrerseits die Preise zu erhöhen oder Kosten zu sparen. Dafür würden Autos mit geringerem Kraftstoffverbrauch eingesetzt, Leerfahrten minimiert und im Einzelfall Transporte auf den kombinierten Verkehr, die Bahn oder die Binnenschifffahrt verlagert. Firmen tanken auch zunehmend im Ausland, um dort von billigerem Diesel zu profitieren, wie es hieß.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) äußerte sich pessimistisch zur jüngsten Entwicklung der steigenden Energiepreise. „Natürlich spüren wir das“, sagte der stellvertretende BLG-Hauptgeschäftsführer Adolf Zobel. „Es gibt keine Alternative für uns als die Preise auf die Kunden umzuwälzen.“ Dies gelinge aber nicht immer.

Zudem mache den Betrieben nicht nur die „Dieselpreisexplosion“ zu schaffen, sondern auch die Pläne der Bundesregierung, die Lkw-Maut Anfang 2009 zu erhöhen. „Unser Gewerbe steht mit dem Rücken zur Wand“, betonte Zobel. Sollte die Lkw-Maut wie geplant um rund drei Cent pro Kilometer steigen, dürfte das rund 3 000 Firmen mit 30.000 Stellen in ihrer Existenz gefährden.

Kritik an der Autobahngebühr äußerte auch DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben: „Angesichts der dramatischen Lage im Transportgewerbe muss die geplante Mauterhöhung zum Januar 2009 ausgesetzt werden.“

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