DIHK-Umfrage
Jobperspektiven verbessern sich

Die Beschäftigungsperspektiven in Deutschland haben sich für das kommende Jahr leicht verbessern. Eine Trendwende steht aber noch aus. Das zeigt die am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 25 000 deutschen Unternehmern.

pbp DÜSSELDORF. Immerhin werde der Abbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im kommenden Jahr zum Stillstand kommen, erwarten die befragten Manager. Die Zahl der Erwerbstätigen werde insgesamt aber nur etwas steigen – und das vor allem, weil die Zahl der geringfügig Beschäftigten und der Ein-Euro-Jobber zunehme.

Zu einem spürbaren Aufbau von Beschäftigung werde es nicht kommen: Nur elf Prozent der Unternehmer wollen zusätzliches Personal einstellen. Überdurchschnittlich verbesserten sich die Beschäftigungsabsichten der konsumnahen Branchen. Beispielsweise im Groß- und Einzelhandel sowie im Gastgewerbe.

Das schürt die Hoffnung, dass sich der private Konsum in den kommenden Monaten beleben wird. Dass eine Erholung des privaten Verbrauchs bisher ausgeblieben ist, liege auch daran, dass die deutschen Verbraucher durch die politische Pattsituation nach der Bundestagswahl verunsichert sind über die weitere Wirtschafts- und Finanzpolitik, schreibt der DIHK. Zudem seien die verfügbaren Einkommen durch die Verteuerung von Energie und Zigaretten geschmälert worden.

Für wirklich spürbare Konsumimpulse bedürfe es ohnehin einer breiten Belebung des Arbeitsmarktes. Aber die sieht auch der DIHK noch nicht. „Trotz aller positiven Signale bleibt die Rückkehr der Binnenwirtschaft mühsam“, resümiert der Verband.

Denn die derzeitige Investitionsbelebung reiche noch nicht aus, um spürbar Beschäftigung in Deutschland aufzubauen, sagte am Dienstag DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Zwar würden die Unternehmen 2006 voraussichtlich merklich mehr im Inland investieren – von einem kräftigen Investitionsschub könne man aber noch nicht sprechen. Vor allem sei der Ersatzbedarf bei Maschinen und Ausrüstungen nach der vierjährigen Investitionsflaute inzwischen „hoch“.

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