Direktoriumsposten
Bofinger könnte in EZB-Führung aufsteigen

Die Bundesregierung hat nicht dementiert, dass sie den Würzburger Ökonomen und Wirtschaftsweisen Peter Bofinger im kommenden Jahr ins Direktorium der Europäischen Zentralbank entsenden will.

HB BERLIN. Regierungssprecher Bela Anda schränkte jedoch ein, entschieden werde erst, wenn die Neubesetzung des Postens im Mai 2006 anstehe. Dies bedeute aber "keine Distanzierung von der ein oder anderen Person, die ins Gespräch gebracht worden sei", sagte Anda, ohne Namen zu nennen. EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing geht im Frühjahr 2006 in den Ruhestand.

Auch das Bundesfinanzministerium wollte die Personalie Bofinger nicht bestätigen, beeilte sich aber, eine Anwartschaft von Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser ins Reich der Phantasie zu verbannne. Ein Ministeriumssprecher sagte: "Herr Koch-Weser hat in der Vergangenheit mehrfach deutlich gemacht, dass er sich dem Finanzministerium verpflichtet fühlt." Er stehe somit nicht für dieses Amt zur Verfügung.

Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, neben Bofinger sei Bundesbankpräsident Axel Weber als Kandidat für die Issing-Nachfolge im Gespräch. Nach einem ungeschriebenen Gesetz ist Deutschland als größtes Land der Euro-Zone stets im sechsköpfigen Direktorium vertreten und darf somit einen Nachfolger nominieren.

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