Diskussion um Linkspartei
Sommer warnt vor Spaltung der Gewerkschaften

DGB-Chef Michael Sommer befürchtet eine Spaltung der Arbeitnehmerorganisationen nach der Bundestagswahl. Der Grund: die zunehmenden Unterstützung der Linkspartei durch Gewerkschafter.

HB BERLIN. „Wenn die politischen Konflikte sich zuspitzen, könnte das in die Gewerkschaften überschwappen“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) dem Berliner „Tagesspiegel“. Falls es nicht ganz klar bleibe, dass die Gewerkschaften eine Interessensvertretung seien, die in die Parteien wirke, aber nicht für sie, drohe eine Spaltung.

Die WASG, die zusammen mit der in Linkspartei umbenannten PDS ein Linksbündnis gebildet hat, wird zu maßgeblichen Teilen von Gewerkschaftern getragen. Viele Mitglieder der Wahlalternative hatten sich aus Protest gegen die Arbeitsmarkt-Reformen von Bundeskanzler Gerhard Schröder und damit von der SPD abgewendet, zu der die Gewerkschaften traditionell enge Verbindung haben. Auch Sommer ist SPD-Mitglied.

Sommer trifft in dieser Woche noch mit Schröder und Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel zusammen. Auf die Frage, warum es keinen Termin der Gewerkschaftsspitze mit dem Linkspartei-Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine gebe, antwortete Sommer, die Gewerkschaften diskutierten bewusst mit den Parteien, die den Kanzler stellen könnten.

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