Diskussion um Nachfolger
DGB-Chef Sommer denkt noch nicht an Abschied

Favorit auf die Nachfolge von Michael Sommer als Chef des Gewerkschaftsbundes soll der Chemie-Gewerkschafter Reiner Hoffmann sein. Sommer selbst hält diese Überlegungen für verfrüht. Er sei nicht in Endzeitstimmung.
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BerlinDer Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, hat Spekulationen über seine Nachfolge als verfrüht zurückgewiesen. „Ich bin gewählt bis zum 12. Mai 2014 und werde mein Amt bis dahin mit Kraft und Engagement ausführen. In Endzeitstimmung bin ich nicht“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Unlängst war in Medienberichten der Chemie-Gewerkschafter Reiner Hoffmann als Sommer-Nachfolger genannt worden. Darauf hätten sich die Spitzen der acht DGB-Gewerkschaften geeinigt. Eine Bestätigung dafür gab es nicht. Der 57-jährige Hoffmann leitet seit drei Jahren den Bezirk Nordrhein der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE).

In seiner restlichen Amtszeit will Sommer, seit 2002 an der DGB-Spitze, die Organisation „noch durch die Wahlkampfzeit führen und erleben, dass der Mindestlohn im Bundesgesetzblatt steht. Und ich werde alles dafür tun, dass nach der Bundestagswahl eine neue Ordnung am Arbeitsmarkt auf der Tagesordnung steht. Dann werde ich nach meiner dritten Wahlperiode in Frieden den DGB verlassen.“

Die Suche nach einem Sommer-Nachfolger liegt in den Händen des Vorsitzenden der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg. Er ist der dienstälteste Vorsitzende der acht DGB-Einzelgewerkschaften.

 


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich frage mich wirlich, wofür man einen Herrn Sommer benötigt. Welche Verantwortung hat er? Was hat er denn bisher bewirkt, nämlich nichts, ausser große (kleine) Reden zu schwingen. Dieser Posten ist mehr als überflüssig. Aber mit seinem Einkommen, bezahlt mit den Gewerkschaftsbeiträgen der kleine Leute, lässt sich ja ein wirklich gutes Leben führen. Für den Monatsverdienst von Herrn Sommer müssen ca. 1000 Mitglieder ihren Monatsbeitrag erbringen. Ich würde auch weitermachen wollen, nach dem Motto: wenig Verantwortung, wenig Arbeit aber riesiges Einkommen.

  • Linke, Grüne oder SPD, die Quittung für deren Aussauge-Mentalität kommt Schritt für Schritt. Der Wähler wird sich in 2013 ganz genau ansehen, was da versprochen wird und wohin der Wagen steuert. Die Gewerkschaften wären gut beraten, sich von der linken Politik fernzuhalten. Schon jetzt geht es mit der SPD wieder abwärts und mit der CDU/CSU steil rauf. Letzteres ist nicht deren Verdienst, sondern Ergebnis der idiotischen Positionierung der SPD u.a.

  • Ein kämpferischer, glaubhafter Gewerkchaftler war er nie. Zumindest ist dies die weitverbreitete Meinung an der Basis.
    It´s time to go ......

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