Diskussionsrunde mit Merkel und Schröder am 12 .September
Medienberater glaubt nicht an Trendwende nach TV-Duell

Sechs Tage vor der Wahl treffen Bundeskanzler Gerard Schröder und seine Herausforderin Angela Merkel zum zweiten Mal im Fernsehen aufeinander.

HB BERLIN. Wie Regierungssprecher Béla Anda am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, wird der Kanzler am 12. September bei der Diskussionsrunde der Spitzenkandidaten in der ARD dabei sein. Schröder werde an Stelle von SPD-Chef Franz Müntefering kommen, der an diesem Tag an der Beerdigung des früheren SPD-Bundesgeschäftsführers Peter Glotz teilnimmt. Damit bestätigte Anda eine Vorab-Meldung der "Bild"- Zeitung.

Auch Außenminister Joschka Fischer (Grüne), der Spitzenkandidat der Linkspartei Gregor Gysi, der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle und Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) werden teilnehmen. Dies teilte der Mitteldeutsche Rundfunk mit.

Ursprünglich hatte Schröder der CDU-Chefin zwei TV-Duelle vorgeschlagen, was die Herausforderin aus terminlichen Gründen jedoch ablehnte. Man einigte sich sich schließlich auf einen einzigen Fernsehauftritt in diesem Format, der an an diesem Sonntagabend ausgestrahlt wird.

Das TV-Duell am kommenden Sonntag zwischen Schröder und Merkel an diesem Sonntag kann nach Ansicht des Medienberaters Michael Spreng keine Trendwende zugunsten der SPD bringen. "Ich glaube, dass das TV-Duell an dem Trend, wie er derzeit herrscht, nichts mehr ändern wird", sagte Spreng, der im Wahlkampf 2002 den damaligen Unions- Kandidaten Edmund Stoiber beraten hatte, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die Streitgespräche im Wahlkampf vor drei Jahren hätten gezeigt, dass diese einen bereits vorherrschenden Meinungs-Trend "allenfalls verstärken oder abschwächen können. Es gibt aber keine alleinige Trendumkehr durch ein TV-Duell." Die relative Bedeutungslosigkeit erklärt Spreng damit, dass zwei Wochen vor der Wahl die übergroße Zahl der Wähler sich schon entschieden hätten. Und bei denen, "die noch unentschlossen sind, sind auch die, die gar nicht zur Wahl gehen werden."

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