Distanz zur Anti-Terror-Poltitik von US-Präsident Bush gefordert
Tausende beteiligen sich an Ostermärschen

In zahlreichen Städten in Deutschland sind Menschen für den Frieden auf die Straße gegangen. Die Proteste richteten sich gegen die Irak-Politik der USA, aber auch gegen die Bundesregierung.

HB BERLIN. In rund 30 Städten sind am Samstag die traditionellen Ostermärsche fortgesetzt worden. Laut dem Frankfurter Ostermarschbüro beteiligten sich insgesamt mehrere Tausend Menschen an den Demonstrationen, die sich vor allem gegen die Drohungen der USA gegenüber dem Iran und Syrien richteten. Der Irak-Krieg dürfe nicht zum Präzedenzfall werden, so die Organisatoren.

Von der Bundesregierung verlangten die Ostermarschierer mehr Distanz zur Anti-Terror-Politik von US-Präsident George W. Bush. Kritisiert wurde auch ein «explosionsartiger Anstieg der Kriegswaffenexporte» Deutschlands.

Sprecher der baden-württembergischen Friedensbewegung in Heilbronn kritisierten auch die geplante Verfassung der Europäischen Union. Diese setze Krieg wieder auf die Tagesordnung und dürfe deshalb nicht ratifiziert werden. Ebenso wurde die so genannte Sicherheitsstrategie der Europäischen Union, die Präventivkriege einschließt, entschieden zurückgewiesen.

In Heilbronn gingen - wie in München - rund 1.000 Menschen auf die Straße. Kleinere Märsche mit 100 bis 200 Teilnehmern gab es unter anderem in Gießen, Mainz, Bremen und Saarbrücken. Die Ostermärsche sollten an diesem Sonntag und Ostermontag fortgesetzt werden.

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