Disziplin gefordert
Bundeszentrale für politische Bild sieht erhebliches Bürgerinteresse an Stasi-Akten

Die Stasi-Unterlagenbehörde sollte nach Ansicht des Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Krüger, nicht vorschnell zur Disposition gestellt werden.

HB BERLIN. Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, hält nichts von einem Schlussstrich unter die Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Im Deutschlandfunk sagte er, mittelfristig gebe es ein erhebliches Bürgerinteresse, die Akten der Stasiunterlagen-Behörde einzusehen.

Diesem Bedürfnis dürfe man nicht entgegenarbeiten, betonte er mit Blick auf interne Planungen der Kulturstaatsministerin Weiss, die Birthler-Behörde bis 2010 aufzulösen. Solange das Interesse da sei, die Akten einzusehen, «sollte man eine solche Einrichtung wie die Birtler-Behörde auch nicht vorschnell zur Disposition stellen», sagte Krüger.

Die Verlagerung der Dienstaufsicht vom Innenministerium an die Bundesbeauftragte für Kultur nannte Krüger nachvollziehbar. Wichtig sei nunmehr, dass es im Bereich der politischen Bildung und der Wissenschaft und Forschung zu einer stärkeren Kooperation komme.

Es müsse verhindert werden, dass die Birtler-Behörde «ihren gesetzlichen Auftrag der politischen Bildung, der sich auf die Stasi-Unterlagen konzentriert, überproportional ausdehnt», so Krüger. Das erfordere auch ein «Stück Disziplin von der Birtler-Behörde komplementär zu den anderen Einrichtungen, die im Übrigen personell viel knapper ausgestattet sind, zu wahren und damit wirklich zu kooperieren».

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