
dne/HB DÜSSELDORF. „Das reine Renditestreben von Infrastrukturunternehmen kann zu Qualitätseinbrüchen bei der Infrastruktur führen, daher muss der Staat durch Regulierung die Qualität und den Zugang zur Infrastruktur ausreichend sicherstellen“, sagte die Leiterin der Abteilung "Energie, Verkehr und Umwelt" am DIW, Claudia Kemfert, Handelsblatt Online.
Von einer Aufspaltung des Bahn-Konzerns in eine Infrastruktur- und Verkehrssparte, wie das die FDP fordert, hält Kemfert wenig. Diese Frage sollte allenfalls im Vorfeld des Börsengangs der Bahn diskutiert werden. „Die derzeitigen Qualitätsdefizite bei der Bahn sind in erster Linie durch eine bessere Regulierung zu beseitigen und nicht durch eine Verstärkung des Wettbewerbs durch eine nicht eigentumsrechtliche Abtrennung von Schiene und Transport“, warnte die Ökonomin.
Dessen ungeachtet macht es nach Kemferts Einschätzung beim Schienenverkehr mehr Sinn, die Schiene nicht mit zu privatisieren, sondern in Staatshand zu belassen und ähnlich wie beim Strommarkt mittels finanzieller Anreize für den Ausbau und die Instandhaltung der Infrastruktur zu garantieren. „Um den Wettbewerb im Bahnverkehr zu verbessern, muss vor allem der diskriminierungsfreie Zugang zur Infrastruktur von Wettbewerbern neben der Bahn sichergestellt werden“, sagte die DIW-Expertin. „Daher ist die Regulierung des Netzzugangs entscheidend.“
Die Deutsche Bahn plant derweil angesichts ihrer massiven Technikprobleme mit ICE-Zügen und Klimaanlagen weitere Maßnahmen zur „Qualitätsverbesserung“ für die Fahrgäste. Der Konzern wolle sein Brot- und Buttergeschäft in Ordnung bringen, sagte Bahnchef Rüdiger Grube in Berlin. Mit Investitionen von 21 Mio. Euro sollen weitere Bahnhöfe elektronische Informationsanzeigen bekommen. Bahnhofs-Servicekräfte sollen moderne Handys erhalten, klarere Ansagen bei Störungen zunächst getestet werden. Seit 14. Juli habe es „nur noch sehr vereinzelte“ Ausfälle von Klimaanlagen gegeben. Inzwischen seien 5672 Kunden mit 374 000 Euro entschädigt worden.
Wegen der anziehenden Konjunktur erwartet Konzern im Gesamtjahr 2010 einen Umsatz von bis zu 32 Mrd. Euro. Man werde an diese Zahl wohl herankommen, sagte Finanzvorstand Richard Lutz. Dies wäre ein Plus von rund zehn Prozent gegenüber 2009. Bislang hatte die Bahn einen Zuwachs von rund fünf Prozent angepeilt. Im ersten Halbjahr 2010 legte der Umsatz um knapp 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr zu. Bahnchef Grube sagte weiter, dass die Bahn keine Gespräche mit der russischen Staatsbahn über einen Anteilskauf führe. Russland will Teile der Bahn privatisieren.
Die FDP will unterdessen den Forderungen der EU-Kommission zur Liberalisierung des Bahnsektors so schnell wie möglich nachkommen und dringt darauf, den Einfluss der Deutschen Bahn auf das Schienennetz zu begrenzen. Von einer "ordnungspolitisch sauberen Lösung“ versprechen sich die Liberalen Vorteile für die Kunden, wie Fraktionsvize Patrick Döring Handelsblatt Online sagte. Er befürworte daher eine Aufspaltung der Bahn in eine Infrastruktur- und Verkehrssparte, könne sich aber auch weit mehr vorstellen. SPD-Fraktionsvize Florian Pronold warnt dagegen, der Schienenverkehr dürfe „kein Experimentierfeld für Marktfundamentalisten und Privatisierungsgläubige“ werden. Vielmehr sei der integrierte Bahn-Konzern im Verbundsystem erstrebenswert, sagte er Handelsblatt Online.
ich habe mit solchen Leuten Testfahrten auf der Neubaustrecke Köln/RheinMain durchgeführt.
Die trugen ganz spitze modische Schuhe.
Weil sie waren dort bahnvorstandsmäßig auf Häppchenfahrt und alle schick angezogen.
Verachtungsvoll sahen sie mich an, weil extra für mich in Montabaur der Zug angehalten wurde, das heißt die Fahrt mit 300 Km/H unterbrochen wurde, ich über die Gleise 2 m hoch ins Abteil krabbeln musste, dabei diese entsetzlich hässlichen spitzen Schicki micki Schuhe und ihre zugehörigen besitzer sah,
mich auf meinen Platz setzte und auch Häppchen vom Schaffner bekam.
Anschließend war ich noch im Lokführerabteil wo ein bahnführungsangestellter dem Lokführer korrekt das Signal E40 erklärte.
Deswegen habe ich auch weiter nichts gesagt. Dieser hat es richtig erklärt, Was soll ich da noch sagen.
Ansonsten lief alles korrekt bei der Testfahrt.
Alle haben richtig ihre Arbeit gemacht.
Die Frau ist vielleicht "hübsch" anzuschauen, aber eine "Expertin" ist sie gewiß nicht. Schon ihre "Ölpreisprognosen" und Erläuterungen zum Energiemarkt waren oberflächlich und nicht von Sachkunde geprägt. Es ist doch z.b. klar, daß Qualität eine Voraussetzung ist, um erfolgreich, also profitabel, am Markt zu arbeiten. Das eine schließt doch das andere nicht aus, im Gegenteil, sie bedingen sich! Die bahn AG muß profitabel sein, um mit individual- und Luftverkehr mithalten zu können. Das DiW ist ein unnützes, pseudowissenschaftliches Wirtschaftsinstitut, das einschlägigen Politkreisen als Alibi für unschlüssige Entscheidungen dient. insbesondere die Ausführungen zur "Verteilungsgerechtigkeit" sind an den Haaren herbeigezogen. Außerdem wurde im institut viel Steuergeld "verplempert".
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