DIW-Studie
Jobs bei Erneuerbaren Energien verdoppelt

Der Beschäftigungseffekt der erneuerbaren Energien ist größer als angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die dem Handelsblatt vorliegt. Demnach arbeiteten im vergangenen Jahr 340 000 Menschen in der Branche - 40 000 mehr als in vorherigen Schätzungen.
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BERLIN. Nach Berechnungen des DIW hatte die Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland im vergangenen Jahr 340 000 Beschäftigte. Das sind - trotz der Wirtschaftskrise - 60 000 mehr als noch 2007. Die Beschäftigung hat sich damit innerhalb von fünf Jahren verdoppelt.

Die Studie, die das DIW im Auftrag des Bundesumweltministeriums angefertigt hat, korrigiert bisherige Erkenntnisse. So hatte das Bundesumweltministerium noch im März die Zahl von 300 000 Beschäftigten genannt. Bei dieser Zahl handelte es sich allerdings wie auch in den Vorjahren lediglich um eine Schätzung. Das DIW hat nach eigenen Angaben nun auf einer aktualisierten und empirisch sowie methodisch verbesserten Grundlage gearbeitet

"Die erneuerbaren Energien sind einer der wachstumsstärksten Pole, die wir im Moment haben. Die Anbieter von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien erwirtschaften derzeit einen Umsatz von gut 21 Mrd. Euro", sagte DIW-Experte Dietmar Edler. Damit seien die Umsätze in den vergangenen drei Jahren um 40 Prozent gewachsen. Das DIW spricht von einer "weit überdurchschnittlichen Wachstumsdynamik" des Wirtschaftszweiges. Auch die Investitionen erreichen nach Angaben von Edler Jahr für Jahr neue Rekordwerte und beliefen sich 2009 auf gut 20 Mrd. Euro. Betrachtet man die Beschäftigungseffekte der einzelnen Technologiebereiche, belegt die Windenergie mit gut 100 000 Jobs den Spitzenplatz. Es folgt der Bereich Photovoltaik (65 000 Jobs).

Klaus Stratmann berichtet als Korrespondent aus Berlin.
Klaus Stratmann
Handelsblatt / Korrespondent

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