DIW-Studie
Senioren verlieren Lust am Sparen

Seniorenhaushalte sind konsumfreudiger und zahlungskräftiger als oft angenommen. Das geht aus einer jetzt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vorgestellten Studie hervor.

HB BERLIN. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Ministeriums ermittelte, weisen Haushalte mit Menschen im Alter zwischen 65 und 75 Jahre hier zu Lande mit rund 84 Prozent die höchste Konsumquote aller Altersgruppen auf. Zum Vergleich: Im Durchschnitt geben die deutschen Privathaushalte nur etwa 75 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für den Konsum aus. Im Jahr 2003 entfiel mit 308 Mrd. Euro fast ein Drittel der gesamten Kaufkraft auf Haushalte von Menschen ab 60 Jahren.

Die Bedeutung von älteren Menschen für die Konsumnachfrage werde aufgrund der Alterung der Gesellschaft in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen, so das Ministerium. Nach Prognosen des DIW wird sich die Quote von Haushalten mit über 75-Jährigen bis zum Jahr 2050 verdoppeln.

Auch die Handwerkskammer Düsseldorf weist auf die wirtschaftliche Bedeutung der Senioren hin: "In der alters- und behindertengerechten Anpassung von Wohnraum, Hotels und Freizeitanlagen liegt einer der dynamischsten Wachstumsmärkte überhaupt", sagte Kammer-Hauptgeschäftsführer Thomas Köster. Die Handwerkskammer taxiert das aktuelle Investitionsvolumen der Rentnergeneration allein in Nordrhein-Westfalen auf 6,4 Mrd. Euro. "Senioren wollen nicht in einer Wohnung leben, die aussieht wie eine Krankenstation", sagt Köster.

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