Stellungnahme zu den Äußerungen von Dr. Sarrazin
Der Vorstand der Deutschen Bundesbank distanziert sich entschieden von diskriminierenden Äußerungen seines Mitglieds Dr. Thilo Sarrazin. Dr. Sarrazin, ein ehemaliges Mitglied des Berliner Senats, hat sich mehrfach und nachhaltig provokant geäußert, insbesondere zu Themen der Migration. Diese Äußerungen stehen in keinem Zusammenhang mit den Aufgaben der Deutschen Bundesbank. Dr. Sarrazin gibt darin nicht die Ansichten der Deutschen Bundesbank wieder.
Aufgrund ihrer besonderen Stellung sind die Mitglieder des Vorstandes der Deutschen Bundesbank verpflichtet, bei politischer Betätigung diejenige Mäßigung und Zurückhaltung zu wahren, die sich aus ihrer Stellung gegenüber der Gesamtheit und aus der Rücksicht auf die Pflichten ihres Amtes ergeben. Diese Verpflichtung missachtet Dr. Sarrazin mit seinen Äußerungen fortlaufend und in zunehmend schwerwiegendem Maße.
Nach dem Verhaltenskodex für Vorstandsmitglieder der Deutschen Bundesbank müssen sich die Vorstandsmitglieder jederzeit in einer Weise verhalten, „die das Ansehen der Bundesbank und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Bundesbank aufrecht erhält und fördert“ (Nummer 1 Absatz 3). Der Vorstand der Bundesbank stellt fest, dass die Äußerungen von Dr. Sarrazin dem Ansehen der Bundesbank Schaden zufügen. Obwohl diese Äußerungen als persönliche Meinung deklariert sind und Dr. Sarrazin ausdrücklich nicht für die Bundesbank spricht, werden sie zunehmend der Bundesbank zugerechnet.
Die Bundesbank ist eine Institution, in der Diskriminierung keinen Platz hat. Die abwertenden Äußerungen von Dr. Sarrazin sind geeignet, den Betriebsfrieden erheblich zu beeinträchtigen, zumal zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Migrationshintergrund haben. Die Bundesbank dankt ausdrücklich allen Beschäftigten für ihren Beitrag zur Erfüllung der Aufgaben der Bundesbank und für die Loyalität, die sie der Institution erweisen.
Der Vorstand der Deutschen Bundesbank wird unverzüglich ein Gespräch mit Herrn Dr. Sarrazin führen, ihn anhören und zeitnah über die weiteren Schritte entscheiden.
das sollheissen, Du darfst Dich auch privat nicht äußern wie Du möchtest.
Wo lebe ich? Sind wir schon eine Diktatur und man hat es uns nur nicht gesagt?
Wenn Herr Sarrazin oder ein anderer bundesbanker heute mit Lieschen Müller nackt baden geht, ist das auch verwerflich?
Da es diskriminierende Äußerungen erwiesenermaßen nicht gibt, gibt es auch nichts zu kritisieren. Jedes bundesbankvorstandsmitglied hat das Recht, sich außerhalb der Dienstgeschäfte zu allem zu äußern, solange er keine Strafgesetze verletzt. Das hat Sarrazin nicht getan, sonst hätte sich die Staatsanwaltschaft schon längst gemeldet - zumal sie (der Politik) weisungsgebunden ist. Schizophrenie läßt sich wohlwollend der Zustand maßgeblicher Politiker und ihrer Gefolgschaft nennen, wenn sie hier glauben, Meinungsfreiheit und Aufrichtigkeit denunzieren zu müssen. Dieses Verhalten ist einer erwachsenen Demokratie unwürdig. Es erklärt sich allein dadurch, daß Argumente gegen die sachlichen Ausführungen Sarrazins fehlen, man sich hinsichtlich der Versäumnisse bei der Ausländerpolitik zu Recht ertappt fühlt und auf gewohnte Weise den boten der Nachricht anpöbelt. in den Medien gibt es das ebenso häufig, was sie nicht besser macht.
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