Dresden
Gebetsteppiche vor Frauenkirche entfernt

Kurz vor einer Pegida-Demonstration hatte ein Künstler vor der Dresdner Frauenkirche muslimische Gebetsteppiche ausgelegt. Die Stadt hat sie entfernen lassen. Der Mannheimer Künstler ist empört.
  • 14

DresdenDie Stadt Dresden hat die Installation eines Mannheimer Künstlers entfernen lassen, der kurz vor einer Pegida-Demonstration vor der Frauenkirche muslimische Gebetsteppiche ausgelegt hatte. Mitarbeiter der Stadtreinigung hätten die 175 Gebetsteppiche eingesammelt und mit zwei Lastwagen weggeschafft, sagte Kurt Fleckenstein, der mit der Aktion ein künstlerisches Zeichen für Offenheit und Toleranz setzen wollte, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Für Montagabend hatte das islamkritische Pegida-Bündnis vor der Frauenkirche eine Kundgebung angemeldet.

„Wie sich die Stadt gebärdet im Umgang mit einer Kunstaktion, die sich kritisch mit Pegida auseinandersetzt, ist ungeheuerlich und entbehrt jeder Rechtstaatlichkeit“, sagte Fleckenstein. Die Aktion sei durch die grundgesetzlich garantierte Kunstfreiheit gedeckt gewesen. Er kündigte an, die Stadt wegen der Beseitigung seines Werks auf Schadenersatz zu verklagen.

Ein Sprecher der Verwaltung sagte Radio Dresden, die nicht genehmigte „Sondernutzung“ habe nicht geduldet werden können, weil der Platz für eine andere Versammlung vorgesehen gewesen sei.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Dresden: Gebetsteppiche vor Frauenkirche entfernt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • sorry ... streiche Kahreswechsel, setze Jahreswechsel

  • Werter Herr Knoll,

    auch wenn es weh tut, meine Meinung ist sehr wohl deckungsgleich mit der Mehrzahl der Deutschen ....... gemäß einer repräsentativen Umfrage zum Kahreswechsel von YouGov im Auftrag von ZEIT ONLINE sympathisiiert jeder Zweite mit PEGIDA, eine Mehrheit der Deutschen hat Sorge dass der radikale Islam an Bedeutung gewinnt. PEGIDA ablehnend äußerten sich insgesamt nur 23 Prozent (!).

    Was die Leute auf der Straße angeht, nicht jeder traut sich aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen der Antifa und öffentlichen Repressalien zu einer Kundgebung zu gehen. Die schweigende Mehrheit sagt was anderes. Im übrigen sind die von Linken und Gewerkschaften subventionierten Gegendemonstranen mittlerweile auf der Straße auch immer weniger.

  • Der Mann nennt sich Künstler?
    Der ist für mich ein brandgefährlicher dunkelgrüner Spinner und Hetzer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%