Drohne
Euro Hawk könnte verkauft werden

Das Verteidigungsministerium will die unbemannte Aufklärungsdrohne Euro Hawk womöglich verkaufen. Am Montag beginnt im Untersuchungsausschuss zur Drohnen-Affäre die Zeugenvernehmung.
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BerlinDas Verteidigungsministerium prüft einem Zeitungsbericht zufolge einen Verkauf der Aufklärungsdrohne Euro Hawk an die USA. Das Ministerium habe in einem internen Bericht vom 24. Mai dafür die Weltraumbehörde NASA oder die US-Luftwaffe genannt, berichtete die „Bild am Sonntag“. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich vor den am Montag beginnenden Zeugenvernehmungen im Euro-Hawk-Untersuchungsausschuss hinter Verteidigungsminister Thomas de Maizière (beide CDU).

Voraussichtlich im September endet laut dem Bericht die Euro-Hawk-Erprobung, danach gingen Drohne, Bodenstationen und Ersatzteile „in das Eigentum der Bundeswehr über“. Mit einem hohen Erlös rechnet das Verteidigungsministerium demnach aber nicht. Ein Ministeriumssprecher sagte zu dem Bericht lediglich, es würden Optionen geprüft, was nach dem Übergang des Prototyps an die Bundeswehr geschehen solle. Zu den angeblichen Verkaufsabsichten äußerte er sich nicht.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, bezeichnete den Versuch, die Drohne zu verkaufen, als „ziemlichen Unfug“. „Die Amerikaner selbst haben diesen Typ von Euro Hawk stillgelegt, weil sie den nicht mehr haben wollten. Warum sollten sie ihn dann kaufen?“, sagte Arnold der „Frankfurter Rundschau“ (Montagsausgabe). Seine Prognose sei: „Das Teil steht irgendwann in einem Technik-Museum.“

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Euro Hawk könnte verkauft werden

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Merkel hält zu de Maizière

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  • Sieht für mich so aus, als ob Deutschland keine Drohnen haben darf. Frankreich hat mit Sicherheit sein Veto eingelegt. Wollte Deutschland nicht kurz vor dem Scheitern Frankreich mit ins Boot holen? Warum wohl?

    Sollen die doch offen zugeben, dass Deutschland keine Drohnen haben darf. Ehrlichkeit währt am längsten. Denn Rest erledigt dann ohnehin die NSA-Stasi in Wiesbaden.

    Immer diese Ausreden und Vertuschen...ist das den Politikern nicht penlich? Wie wäre es mal mit der Wahrheit?

  • Zulassungsverfahren wegen nationaler Sicherheit erzwingen, Einsatzbereitschaft herstellen, fertig ist der Lack.

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