Dubiose Iran-Connection: Aufgetauchter Möllemann-Brief wirft Fragen auf

Dubiose Iran-Connection
Aufgetauchter Möllemann-Brief wirft Fragen auf

Zehn Jahre nach dem überraschenden Tod von Jürgen Möllemann ist ein bisher unbekannter Brief des einstigen FDP-Spitzenpolitikers aufgetaucht. Es geht darin um persönliche Befindlichkeiten - und um Geschäfte im Iran.
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BerlinSchon die Todesumstände von Jürgen Möllemann hatten viele ratlos zurückgelassen. Vor zehn Jahren war der routinierte Fallschirmspringer auf einem Flugplatz in Marl in den Tod gestürzt. Gleichzeitig durchsuchten Staatsanwälte und Steuerfahnder Büros und Wohnräume des FDP-Politikers in mehreren Ländern. Die Beamten suchten nach Beweisen für den Verdacht illegaler Parteienfinanzierung. Möglicherweise ging es um wesentlich brisantere Vorgänge. Darauf deuten zumindest einige Passagen in einem bisher unbekannten Brief Möllemanns hin.

Adressiert hatte Möllemann das Schreiben an seinen Freund Wolfgang Kubicki. Der hat die letzten schriftlichen Worte Möllemanns jetzt via „Bild“  öffentlich gemacht. In dem Bericht werden nur einzelnen Passagen aus dem Schreiben zitiert. Und Kubicki schildert, wie die Tage vor Möllemanns Tod verliefen und wie ihm der Brief übermittelt wurde. Kubicki zeichnet das Bild eines sehr aufgewühlten Menschen, der offenbar um sein Leben fürchtete.

„Er rief mich in Kiel an und bat mich, so schnell wie möglich nach Hamburg zu kommen“, erinnert sich Kubicki. Beim Treffen im Hotel „Élysée“ habe Möllemann einen sichtlich angeschlagenen Eindruck gemacht. „Er fühlte sich verfolgt und beobachtet. Er dachte, man wolle ihm ans Leder.“

Worauf sich Möllemanns Verdacht gründete, sagte Kubicki nicht. Fest steht, der Liberale stand damals unter erheblichem Druck. Der einstige Vizekanzler der Bundesrepublik fiel bei seiner Partei in Ungnade, weil er im Bundestagswahlkampf einen antisemitischen Flyer verteilen ließ. Es folgte der Ausschluss aus der Fraktion. Die Steuerfahndung bereitete eine Hausdurchsuchung wegen eines Kontos von Möllemann in Lichtenstein vor, auf dem mehr als vier Millionen Euro aus Provisionsgeschäften lagen. Am Tag, als die Steuerfahnder vor seinem Haus auftauchten, stürzte sich der Fallschirmspringer in den Tod.

Laut „Bild“ übergab Möllemann seinem Freund Kubicki im April 2003 den besagten Brief mit dem Hinweis, ihn erst nach seinem Tod zu öffnen. Merkwürdig mutet an, dass das im April übergebene Schreiben auf den 17. Mai 2003 vordatiert war. 19 Tage später, am 5. Juni, war Möllemann tot.

Kommentare zu " Dubiose Iran-Connection: Aufgetauchter Möllemann-Brief wirft Fragen auf"

Alle Kommentare
  • Warum ist das so abwegig? Ihr Weltbild haben sich doch auch andere ausgedacht! Die meisten Kriege fangen immer durch eine Lüge an!

  • Diese seltsamen Politiker-Todesfälle Barschel, Möllemann und auch Haider oder Buback gehen auf Kosten ausländischer Geheimdienste (wahrscheinlich Mossad). Die toben sich doch hier in Deutschland seit Jahrzehnten beliebig aus (CIA-Gefängnisse mitten in Deutschland),
    um Nutzen aus Deutschland zu ziehen. Z.B. U-Boote für Israel (Barschel war dagegen). Mossad-Agenten, die nachweislich an Attentate beteiligt waren,
    verlassen deutsche Gerichte, als wären sie nur über eine rote Ampel gegangen. Deutschland ist nach wie vor ein besetztes Land mit Kasernen voll mit Soldaten der Besatzungsmächte. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn die NSU ein Kunstprodukt des Mossad ist bzw. halte ich es für wahrscheinlich.

    So ist halt die Welt.


  • Wie kann etwas "Stimmen bringen", das gar nicht bekannt ist - oder von "Wissenden" verschwiegen wird?

    Dass der Absturz von Möllemann ein Selbstmord war, wurde von allem Anfang von Vielen, offenbar aber nicht von Polizei und Staatsanwaltschaft bezweifelt.

    Weshalb der Jurist Kubicki viele Jahre nach dem Ereignis mit einem Brief und mündlichen Äusserungen des Toten herausrückt, bedarf aber der Aufklärung.

  • Hallo hellboy et al!
    In Deutschland ist die grundgesetzlich garantierte "freie Meinung" längst beschränkt!
    URSACHE: Bereits Zweifel an bestimmten Sachverhalten im Zusammenhang mit dem sog. Holocaust während der NAZI-Zeit können mit Gefängnis bestraft werden. Vor wenigen Jahren ist sogar eine deutsche Strafverteidigerin mit 3,5 Jahren Gefängnis bestraft worden, weil Sie - pflichtgemäss in Verteidigung ihres Mandanten - bestimmte Beweisanträge im Zusammenhang mit dem Holocaust gestellt hat!

    Und deutsche Medien wie das Handelsblatt tun gut daran, sich nach dieser Rechtsprechung zu richten, denn damit entgehen sie sowohl dem Bannstrahl der Medien-Mittel Beschränkung durch gewerbliche Kunden als auch der Strafverfolgung!

    Wer die Möglichkeit hat, die hierzulande übliche Zensur mit dem zu vergleichen, was in vielen angelsächsischen, auch US-amerikanischen Medien veröffentlich wird, dem wird der Unterschied ins Auge sofort auffallen!

  • Ist es schon wieder soweit das es hier in diesem Land keine freie Meinungsäusserung mehr gibt?
    Liebe HB Redaktion! Ihr verstösst eindeutig gegen die Deutsche Verfassung! Wer hat euch nur gekauft?

  • Da ist der Möllemann wohl leider der Familie Rothschild und Co. auf die Füße getreten! Für solche Fälle hat man ja den Mossad...

  • Ist es denn nicht ein Trauerspiel, dass die FDP nur noch mit solchen Boulevard-Kamellen in die Zeitung kommt? Da ist das Land in einer Euro- und Verschuldungskrise ungeahnten Ausmaßes, in einer Situation, in der durch die EU die Demokratie echt bedroht ist. Und die FDP hat dazu keine Meinung oder gar Idee, die es wert wäre, veröffentlicht zu werden?



  • NSU ein Kunstprodukt ?

    Aus welcher rechten Erdhöhle beziehen Sie ihr Weltverständnis?.
    Unglaublich und beschämend.
    Kein Wunder, dass so viele Fragen hinsichtlch der Unterstützung , evtl. sogar durch offizielle Stellen, offen bleiben.

  • Was soll denn die Veröffentlichung einzelner Passagen dieses Briefes? Wenn schon, dann bitte vollständig. Aber auf Basis von Bruchstücken lässt es sich natürlich viel schöner spekulieren. Schwachsinn, das Ganze!

  • Die Zeit Online hat mir das Benutzerkonto blockiert, weil ich auf einen Bericht ueber Simon Wiesenthal in der London Times Online hinwies.
    War wohl zuviel unangenehme Wahrheit in dem Bericht.

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