E10 FDP stellt Röttgens Biosprit-Strategie infrage

Der umstrittene Biosprit E10 droht für Umweltminister Röttgen zur Megapleite zu werden. Die FDP will nun bei der Markteinführung plötzlich nichts mehr übers Knie brechen und riskiert damit einen Koalitionskrach.
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Unter Zugzwang: Norbert Röttgen. Quelle: dapd

Unter Zugzwang: Norbert Röttgen.

(Foto: dapd)

BerlinBei der Einführung des Biosprits E10 gerät Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zunehmend in die Defensive. Vor dem Benzin-Gipfel am Dienstag stellen die Koalitionspartner FDP und CSU die weitere Einführung von E10 grundsätzlich infrage. Die Mineralölwirtschaft verwies auf die massive Ablehnung der Autofahrer und forderte die Politik auf, die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte, E10 müsse auf den Prüfstand. „Wenn nötig, muss die ganze Biosprit-Strategie und insbesondere ihr Zeitplan überdacht werden“, sagte er der „Rheinischen Post“. Der Verkehrsexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Döring, forderte, die Einführung von E10 nach dem Chaos an den Tankstellen zu stoppen. „Die Verbraucher müssen zunächst Klarheit und Sicherheit bekommen“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Auf ein paar Monate komme es nicht an.

Der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europa-Parlament, Markus Ferber, sagte am Montag in Brüssel: „Angesichts des Chaos mit dem E10-Sprit muss die Einführung gestoppt werden.“ Die EU verlange erst ab dem Jahr 2020 einer höhere Beimischung von Bioethanol. Öl- und Autoindustrie hätten neun Jahr Zeit, einen Sprit zu entwickeln, den jeder Motor verträgt.

Röttgen will E10 jedoch weiterhin bundesweit durchsetzen. „Fast alle Autos vertragen das neue Benzin, und wir haben dafür gesorgt, dass die rund sieben Prozent älteren Modelle, die es nicht vertragen, unbefristet weiter das alte E5 tanken können“, sagte der Minister der „Saarbrücker Zeitung“. Beim Benzin-Gipfel, zu dem Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) eingeladen hat, müsse es jetzt darum gehen, „die Verunsicherung beim Verbraucher gemeinsam abzubauen“, sagte Röttgen.

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9 Kommentare zu "E10: FDP stellt Röttgens Biosprit-Strategie infrage"

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  • Ich denke, wir sollten die Bürgeraktion "Rote Karte" endlich starten: Postkarten, die einfach rot auf der Textseite sind und wo der Bürger auf der Rückseite das Thema oder seine Bemerkungen einträgt, womit er nicht zufrieden ist und ab an das Kanzleramt! Dann kann die oberste Lenkungsperson nie mehr behaupten oder so tun, als wüßte sie nicht, was den Bürgern am Herzen liegt! Zeigt denen die "rote Karte", die Euch ungestraft und fortgesetzt veraschen!

  • Lasst euch nur weiter von diesem verlogenen, korrupten und unfähigen Politikerpack verarschen.....ihr habt es euch woh verdient......

  • Wieso hat Roettgen sich wohl den NRW CDU Chef Posten gesichert?

    Weil die anderen Abschiebe Posten im EU Parlament besetzt sind.

  • Autofreund:

    Mein Wagen vertraegt die Oeko-Guelle. Trotzdem werde ich weiter Super+ tanken, denn die langfristigen Schaeden sind noch gar nicht bekannt !!

  • Wann gewinnt die CDU ein marktwirtschaftliches Profil zurück und wer muss in diesem Interesse ausgetauscht werden? E10 zeigt erneut, dass sich Marktteilnehmer nicht kommandieren lassen. Die Verbraucher streiken; die Anbieter sträuben sich gegen die ÖKo-Strafabgabe, die zu zahlen ist, sobald die Marktteilnehmer marktgerecht handeln. Umweltpolitik "mit der Brechstange" überzeugt nicht.

  • Es ist doch wie immer, ein Umweltminister, von Beruf Rechtsanwalt!!! Von Technik keine Ahnung, keine konkrete Weisung aus Brüssel und schon ist er überfordert.
    Aber einen Fehler eingestehen Fehlanzeige, stur weiter so, dies ist ein deutscher Politiker der die Bürger nur noch abzocken will, für die Umwelt ist dies nicht gedacht.
    Sofortiger Rücktritt dieses Lügners.
    Danke

  • Hat die Frau Merkel alle Politiker zu "alternativlosen" und "basta" Politiker erzogen.
    Ich weigere mi aus Prinzip jeden Blödsinn, der "alternativlos" und "basta" ist mit zu machen wo ich das selbst entscheiden kann.
    Ich komme gerade von der Schweiz, da ist weder in Diesel noch Benzin Biosprit drin, auch nicht 5 %, das ist nochmals ein
    Verbrauchsvorteil gegenüber E10
    Ich kann nur sagen, Ihr Penner, baut die Wasserstofftechnik auf, schnell und habt alle riesige Vorteile:
    1. Keine 3600 KM Hockspannngsleitungen durch D
    2. Wasserstoff ist speicherbar in Gas und Flüssiger Form
    3. Die Energieversogung Wasserstofftechnik erfolgt
    regional
    4. Mit Wasserstofftechnik kostet die Energieeinheit die
    Hälfte gegenüber der Stromtechnik und Mineralöltechnik
    5. Wir brauchen zum Heizen und Antrieb kein Öl mehr
    6. Vorhandene Erdgasleitungen können benutt werden

    Sie wohl jeder ein, aber die in Berlin, basta, nicht
    Die vergäuden unser Voksvermögen

  • Von dem Herrn Röttgen hab ich auch mal soviel gehalten wie von dem Herrn zu Guttenberg - bei oberflächlicher Betrachtung. Die Zeiten in denen der Bürger für die Politiker- und Bonzenkasten nur lästige Manövriermasse war, gehen dank der "Revolution Internet" zu Ende. Kopf um Kopf werden die "Volksdiener" die sich bislang als die Herren fühlten ausgetauscht, bis eine demokratische Gesellschaft die auch diesen Namen verdient entstanden ist. Macht nur um ihrer selbst Willen hat keinen Bestand haben, das wird Frau Merkel und Seilschaft bald erkennen müssen

  • Wenn´s wirklich um Umweltschutz ginge, könnte die Regierung in kürzester Zeit eine Allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung einführen. Das würde mehr bringen, es gäb wahrscheinlich ein paar weniger Tote und Verletzte und weniger Stress beim fahren. Und Deutschland würde dabei ja nur der, in diesem Punkt vernünftigeren restlichen Welt, folgen. Das Hauptwerbeargument für den Kauf eines Porsche in den USA: "The right car for the German Autobahn" würde dabei natürlich verlorengehen.

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