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EADS/BAE-Fusion: Rösler pocht auf deutsch-französisches Gleichgewicht

Bundeswirtschaftsminister Rösler knüpft die Fusion von EADS und BAE Systems an Bedingungen: Unter anderem soll das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich auch nach dem Zusammenschluss erhalten bleiben.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) stellt Bedingungen an eine Fusion. Quelle: dapd
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) stellt Bedingungen an eine Fusion. Quelle: dapd

BerlinDie Genehmigung einer Fusion der Luftfahrt- und Rüstungskonzerne EADS und BAE Systems ist nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) an Bedingungen geknüpft. Dazu zähle, dass das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich nach einem Zusammenschluss erhalten bleibt und Deutschland keine Einbußen als Produktionsstandort hinnehmen muss.

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„Eine Fusion von EADS und BAE Systems bietet unbestreitbare Chancen, gleichwohl muss auch Deutschland bei einem Zusammenschluss seine Interessen wahren“, sagte Rösler der „Welt am Sonntag“. Bisher hält sich die Einflussnahme von Frankreich und Deutschland bei EADS mit seiner Tochter Airbus die Waage, wobei die deutschen Interessen vom Autokonzern Daimler als Großaktionär wahrgenommen werden. Bei der britischen BAE Systems sind keine Staaten direkt oder indirekt Großaktionäre.

Die von den Konzernen angestrebte Fusion kann jedoch nur mit Zustimmung der beteiligten Regierungen umgesetzt werden. Neben Deutschland, Frankreich und Großbritannien reden auch die USA und die EU-Kommission mit. Knackpunkt ist vor allem das sensible Rüstungsgeschäft. Rösler betonte, gerade auf dem nordamerikanischen Markt hätte das fusionierte Unternehmen Wachstumschancen. Eine offizielle Stellungnahme der Regierungen zu dem Vorhaben wird bis zum 10. Oktober erwartet.

„Deutschlands Stärke liegt vor allem in der Produktion von Hochtechnologie“, sagte der FDP-Chef der Zeitung. „Diese Kapazitäten dürfen nicht beschnitten, sondern müssen weiter gestärkt werden.“ Und auch im neuen Konzern müsse „die Balance zwischen Deutschland und Frankreich gesichert sein“.

EADS und BAE Systems würden zusammen mit rund 75 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 220.000 Beschäftigten in der zivilen Luftfahrt und im Rüstungsgeschäft auf Augenhöhe mit dem US-amerikanischen Rivalen Boeing agieren. Für die rund 50.000 deutschen Mitarbeiter hatte EADS bereits eine Standortgarantie abgegeben. Die Regierungen sollen eine sogenannte „goldene Aktie“ bekommen, die ihnen auch ein Vetorecht bei feindlichen Übernahmen sichert.

  • 30.09.2012, 09:06 UhrDudelsack

    Rösler pocht und pocht und pocht. Und wenn er nicht gestorben ist, dann pocht er immer noch...

    Kann Herr Rösler und seine FDP auch noch etwas anderes, als nur immer leere Worthülsen und unausgegorene Denkanreize zum Besten geben? Bisher gab es nie einer kompetenten und durchdachten Vorschlag. Das Wirtschaftsministerium gleicht einem Sandkasten. Sandkuchen backen und wieder einreissen. Die FDP ist schlichtweg mit den Aufgaben der Politik überfordert.

    Die Milchbubis wähnen sich fortwährend im Sandkasten beim Spielen. Ihre Vorschläge und Bilanz auf der politischen Bühne ist auch nicht viel besser. Private Bilanzen sind noch katastrophaler (Beispiel: Lindner).

    Auf Kosten des Steuerzahlers erhalten Minderleister in der Politik hohe Diäten und Pensionen.

    Die FDP ist überflüssig! Herrn Rösler können wir dankbar sein, dass er regelmäßig unter Beweis stellt, wie überflüssig die FDP ist. Danke, Herr Rösler unter weiter so wie bisher. Viel Schaden bis September 2013 kann ja durch die FDP nicht mehr angrichtet werden. Dafür sorgen CDU und CSU!

  • 29.09.2012, 21:01 UhrHans

    Da geht es nur um eine Anpassung der Deutschen Subventionen nach unten, an die jetzigen Deutschen Arbeitsanteile. Alles was jetzt in Frankreich ist, bleibt auch in Frankreich. Das Vertrauen zu EADS und Paris ist nachhaltig zerstört. Ohne Bindende Zusicherung der Zukünftigen DE Arbeitsanteile dürfte EADS keinen Cent mehr vom Bund bekommen. EADS größte Melkkuh dürfte der Teurofighter sein. Die Bw hat Mitspracherechte, welche Stückzahlen 2013 gefertigt werden. Das dürfte ein längeres und unschönes hauen und stechen geben.
    Wenn die Fusion bis November nicht durch ist, dürfte BAE die Reißleine ziehen.

  • 29.09.2012, 20:38 Uhrbach

    Die biederen Staubwolken sinken - LJA...aja!

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