Eckart von Klaeden
Wechsel von Merkel-Vertrautem löst Protestwelle aus

Noch am Montag machte sich Merkel bei einem Spitzentreffen für die deutschen Autobauer stark. Dann wurde bekannt, dass einer ihrer Vertrauten Cheflobbyist bei Daimler wird. Die Opposition schäumt und will Konsequenzen.
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DüsseldorfSPD, Linkspartei und Grüne fordern wegen des Verdachts der Interessensverquickung die sofortige Entlassung des Staatsministers im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU). Am Montag noch habe sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Forderungen der Automobilindustrie nach laxen Emissionsgrenzwerten gebeugt und sich damit gegen die Vorschläge der EU-Kommission gestellt. Einen Tag später habe dann ihr Staatsminister bekannt, Cheflobbyist bei Daimler zu werden. „Dreister geht es fast nicht mehr“, sagte die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, Handelsblatt Online. „ Eckhardt von Klaeden ist unter diesen Umständen nicht als Staatsminister zu halten. Angela Merkel muss ihn umgehend entlassen.“

„Frau Merkel muss Staatsminister von Klaeden sofort entlassen“, forderte auch der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann. „Wer ein Regierungsamt hat, darf nicht gleichzeitig Arbeitsverträge mit der Industrie unterschreiben.“ Der Bürger müsse den Eindruck haben, ab sofort sitze Daimler-Benz am Kabinettstisch. Ähnlich äußerte sich der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Matthias Höhn.

Klaeden wird bei Daimler auf Martin Jäger folgen, der das Unternehmen verlässt und im September deutscher Botschafter in Afghanistan wird. Laut Daimler wird Klaeden zum Ende der Legislaturperiode aus dem Bundestag ausscheiden und in dem niedersächsischen Wahlkreis Hildesheim auch nicht wieder für einen Sitz im Parlament kandidieren.

Klaeden gilt als wichtige Stütze für die Arbeit der Kanzlerin. Auf ihren Wunsch hin soll er offenbar noch bis September im Amt bleiben, obwohl sein neues Engagement beim Stuttgarter Autobauer bereits in trockenen Tüchern ist.

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SPD und Grüne dringen auf gesetzliche Konsequenzen

Kommentare zu " Eckart von Klaeden: Wechsel von Merkel-Vertrautem löst Protestwelle aus"

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  • Seit dem ich den Namen dieses politischen Winzlings vor Jahren das erste mal gehört habe, kam bei ihm nichts rechtes zusammen.

    Schön, wenn ein Looser wie Klaeden sich zu Loosern wie Daimler scheren.

    Da kann er dann lernen, wie es bei Inkontinenz-Rockern zugeht.

  • MERKELS ORWELL'SCHER NEUSPRECH

    Rotgrün und "Opposition". Die sind auch nicht mehr Opposition zur Ückermärckerin wie die LDPD und OST-CDU zur SED.

    Ihr Nutzername erinnert mich indes, daran, dass unserer Kanzlerin eine phrasenhafte euphemistisch-verklärende Rhetorik pflegt, die orwell'sche Züge trägt. Siehe hierzu:

    http://korrektheiten.com/2013/05/29/merkels-suessliche-demagogie/


    >>Es geht bei diesen Unterstellungen [der Bundeskanzlerin] nicht darum, irgendjemanden vor “Vorurteilen” zu schützen. Was hier so süßlich, so freundlich und besorgt daherkommt, ist in Wahrheit bloß die Selbstimmunisierung von Machthabern durch demagogische Diffamierung Andersdenkender. Hetze auf vulgärstem Niveau.<<

  • Wie ein Vorkommentator sagte, nicht jedem Konsumscheißdreck nachlaufen, als auch den Gebrauchten bis zum bitteren Ende fahren, dann erledigt sich auch das Kommentareschreiben zu solchen Themen, da diese Lohndrückerfirma sich von selbst in Luft auflöst.
    Und wer dies nicht will, kann ja morgen wieder richtig reinhauen. Schönen Abend noch!

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