EEG-Umlage
Die wichtigsten Fragen zur Erhöhung

Ab dem nächstem Jahr wird es teurer: Die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien steigt auf knapp 5,3 Cent. Handelsblatt Online erklärt, was das für den Verbraucher bedeutet und warum die Umlage überhaupt steigt.
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Was ändert sich für mich?

Nun ist es amtlich: Die auf den Strompreis aufgeschlagene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt um 47 Prozent auf 5,277 Cent je Kilowattstunde. Das verkündeten die vier Übertragungsnetzbetreiber am heutigen Montag. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden Strom pro Jahr bedeutet das Mehrkosten von rund 5,80 Euro pro Monat. Für 2012 hatte die Umlage 3,59 Cent betragen.

Ob und wie die Stromanbieter die höhere EEG-Umlage jedoch an die Verbraucher weitergeben, wird sich zeigen. So teilte der Energiekonzern RWE heute mit, dass er trotz der Erhöhung der Ökostromumlage seine Kunden vorerst nicht stärker zur Kasse bitten will. Wie lange das so bleibt, ließ der Versorger offen. Der Verzicht auf eine Erhöhung zum Jahresanfang gelte für rund 1,5 Millionen Kunden in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sowie der Töchter EnviaM, Süwag, Lechwerke und VSE Saarland. „Eine automatische Umsetzung verbietet sich. Die Umlage ist nur ein Bestandteil für die Preiskalkulation. Wir werden den Markt in den nächsten Wochen sorgfältig beobachten“, sagte ein Eon-Sprecher. EnBW und Vattenfall zeigten sich beim Thema Preiserhöhung zurückhaltend.
Verbraucherschützer rechnen allerdings im Laufe des kommenden Jahres für die gesamte Branche mit höheren Preisen, sollte die Erhöhung der Umlage nicht bereits zu Jahresbeginn weiter gegeben werden. Der größte Energieversorger in Ostdeutschland, enviaM, hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, in ganz Deutschland sei ab Januar 2013 mit einem „historischen“ Anstieg zu rechnen.
Falls der eigene Anbieter jedoch den Preis aufstockt, besteht ein Sonderkündigungsrecht, betont das Vergleichsportal Verivox.

Wie hoch ist der Anteil der EEG-Umlage an meinen Stromkosten?

Die eigentlichen Kosten der Stroms, also Erzeugung, Transport und Vertrieb machen in diesem Jahr nur rund 55 Prozent des Strompreises aus. Fast die Hälfte des Preises zahlen die Verbraucher für Steuern und Abgaben. Vor der Erhöhung lag der Anteil der EEG-Umlage bei rund 14 Prozent, hinzu kommen Mehrwert- und Stromsteuer in Höhe von zusammen rund 24 Prozent. Die Konzessionsabgabe, also die Kosten für die Nutzung der Netze, macht sieben Prozent des Strompreises aus.

Angesichts der Erhöhung der Ökostrom-Umlage verlangte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Kosten der Energiewende. "Der Verzicht auf die Mehrwertsteuer auf die Umlage kann dabei ein erster Schritt sein, um private Haushalte zu entlasten", sagte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel am Montag in Berlin.
Um die Verbraucher zu entlasten, hatte auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) am Wochenende eine Senkung der Stromsteuer gefordert.

Doch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) sträubt sich gegen eine Senkung. „Ich bin von dieser Maßnahme nicht überzeugt“, sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Durch die von Rösler geforderte Senkung würden „genau diejenigen, die wenig Strom verbrauchen und Schwierigkeiten mit dem Bezahlen haben, am wenigsten entlastet“. Diejenigen, die viel Strom verbrauchen, würden den Löwenanteil der Entlastung bekommen.

Kommentare zu " EEG-Umlage : Die wichtigsten Fragen zur Erhöhung"

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  • RWE sowie die Tochterfirmen wollen die EEG-Umlage ab 2013 nicht erhöhen? So eine Farce. Unser Anbieter, die Fa. Süwag
    erhöht die EEG-Umlage um 2,66 ct anstatt nur um 1,69 ct. Da ich den Vertrag erst im Juni abgeschlossen habe und die Laufzeit am 31.12.13 endet, komme ich nichtmal aus diesem Vertrag raus, denn im Kleingeschriebenen ist die EEG-Umlage nicht in der Preisgarantie enthalten. Warum können die die EEG-Umlage einfach noch weiter erhöhen?

  • Nun ist es passiert - EnBW hat auch zugeschlagen. Unsere Erhöhung beträgt ab jetzt innert 5 Monaten satte 45.5%!Leider hat unsere Wohnung E-Wärme, also sind wir in "Geiselhaft" der Anbieter. Wechseln so gut wie unmöglich.

  • Zitat aus Vorkommentar:
    ..Ye lloStrom im Jahr 1999: 19 Pfennig/kWh, 19 Mark Grundgebühr

    Dazu:
    Dazu passt die INFO der letzten Tage aus der Preese, dass die rentner in den letzten 10 Jahren ca. 20% Kaufkraftverlust ihrer Rente hatten, dank der ergreichen Interventionen unserer Politiker, wenn rentenerhöhungen aufgrund der allgemeinen Lohn/Einkommenszuwächse ( das ist im Rentengesetz festgeschrieben) anstanden.
    Beim laufenden EEg Gesetz könnte auch eingegriffen werden, wenn das gewollt wäre. Aber die "grüne" Politik wird von allen Parteien verfolgt wegen der Wählerstimmen, die Preiserhöhungen sind ja nur "Peanuts", wie die EEG Entwicklung bewertet werden.

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