Ehe für alle
Merkels Kursschwenk schreckt Kirchen auf

Die geplante Abstimmung über die Ehe für alle ruft die Kirchen in Deutschland auf den Plan – allerdings mit unterschiedlichen Stoßrichtungen. Vor allem in der katholischen Kirche sorgt das Thema für Diskussionen.
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BerlinDer Kursschwenk von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Ehe für alle, hat eine Debatte auch innerhalb der Kirchen in Deutschland ausgelöst. Insbesondere unter den Katholiken sorgt das Thema für Diskussionen. Während sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, für den Erhalt der traditionellen Ehe aussprach, lehnte die innerkatholische Reformbewegung „Wir sind Kirche“ diese Festlegung ab.

Marx sagte: „Wir sind der Auffassung, dass der Staat auch weiterhin die Ehe in dieser Form schützen und fördern muss.“ Die Bischofskonferenz bedauere daher, „wenn dieser Ehebegriff aufgelöst werden soll und damit die christliche Auffassung von Ehe und das staatliche Konzept weiter auseinandergehen“.

Marx kritisierte auch das Vorgehen, dass nun im Eiltempo über das Thema im Bundestag abgestimmt werden soll. Nach Willen von SPD, Grünen und Linkspartei soll die Abstimmung über die Einführung der Ehe für alle am Freitagmorgen stattfinden. Das Gesetz würde eine völlige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare bringen.

Nötig ist dafür eine vorausgehende Abstimmung, in der der von Rheinland-Pfalz, über den Bundesrat eingebrachte und vom Rechtsausschuss des Bundestages gebilligte Gesetzentwurf auf die Tagesordnung des Parlaments gesetzt werden muss. Dies geht ebenfalls nur mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen. Damit würde die SPD erstmals in dieser Legislaturperiode mit den oppositionellen Grünen und Linken gegen den Willen des Koalitionspartners Union ein Gesetz durchbringen.

Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hatte die Abstimmung zu einer Gewissensentscheidung erklärt und damit den CDU- und CSU-Abgeordneten ihre Abstimmungsverhalten freigestellt. Einige Unions-Abgeordnete wie Jens Spahn oder Marcus Kaufmann hatten deshalb bereits angekündigt für das Gesetz zu stimmen. Andere sondieren bereits rechtliche Schritte dagegen.

„Es ist auch wegen der von vielen Seiten geäußerten erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken völlig unangemessen, eine solche gesellschaftspolitische Grundentscheidung in diesem überstürzten Verfahren zu fällen“, kritisierte Kardinal Marx. Zugleich betonte er, „dass es ein Missverständnis wäre, die hervorgehobene Rechtsstellung der Ehe und ihren bleibenden besonderen Schutz als Diskriminierung homosexuell veranlagter Männer und Frauen zu verstehen“.

Die katholische Reformbewegung „Wir sind Kirche“ widerspricht dieser Auffassung. Die Ehe könne „als rechtliche Verbindung sowohl für hetero- wie homosexuelle Paare auf Dauer in einem demokratischen Staat nicht mehr außer Acht gelassen werden“, heißt es in einer Mitteilung der Organisation, „ansonsten werden ganze Menschengruppen weiterhin diskriminiert“.

Das Thema sorgt auch in sozialen Netzwerken unter Mitgliedern der katholischen Kirche für Diskussionen. Unter einem Beitrag der offiziellen Facebook-Seite „katholisch.de“, äußern zahllose Katholiken ihr Unverständnis. So schreibt ein User, dass er die Reaktion der Bischöfe nicht nachvollziehen könne, schließlich betreffe es nicht die „sakramentale Ehe nach christlichem Verständnis“. Auch homosexuelle Mitglieder der katholischen Kirche, werfen der Kirche vor realitätsfern zu handeln: „Wo ist der Schaden für die Kirche, wenn von staatliche Seite gleiche Pflichten mit gleichen Rechten ausgestattet werden? Noch kein Bischof konnte diese Frage schlüssig beantworten, zum Glück sind viele Priester in den Pfarreien vor Ort schon deutlich weiter“, schreibt ein User auf Facebook.

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  • @ Herr Franz Pfaff..........."Deutschland braucht einen MACRON, der die Politiker der etablierten Parteien zum Teufel schickt, dafür sollten wir alle täglich beten............
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    Lassen wir Gott in der Politik aus dem Spiel; denn das kann nur zur Kreuzigung führen. Für die Politik ist der Teufel ein wunderbarer Lehrmeister und deshalb ist es nicht notwendig, die Politiker dorthin zu schicken, weil sie - überwiegend - schon bei ihrem Lehrmeister ihren Platz gefunden haben.

  • „Er (Jesus) antwortete ihnen : Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer...
    Das Geld ist wichtig und wir Investoren schöpfen es und nicht ein Zimmerer.
    Haste Kohle in der Tasche, kannste den Hobel lasse. Ha Ha Ha

  • Für jeden gläubigen Christen ist die gleichgeschlechtliche Ehe ein Sakrileg !

    Matthäus 19 – Vers 4 – 6 :
    „Er (Jesus) antwortete ihnen : Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer von Anfang an sie als Mann und Frau geschaffen hat und gesagt hat : Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie also nicht mehr zwei sondern ein Fleisch.“

    Wenn also Kirchen gleichgeschlechtliche Partnerschaften ihren Segen geben, geschieht das ganz klar außerhalb des Evangeliums und sie fungieren als weltlicher Zeremonienmeister.

    Dass ausgerechnet Kardinal Marx, der gelegentlich auch schon mal auf Wunsch islamischer Würdenträger sein Kreuz ablegt, besorgt ist, kann natürlich nicht verwundern. Wie soll man da als "christlicher" Kardinal die Kurve kriegen, wenn Muslime die gleichgeschlechtliche Ehe ablehnen und in einigen muslimischen Ländern derartigen Verbindungen mit der Todesstrafe gedroht wird.

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