Eichel soll in eigener Sache auf Weltekes Ablösung gedrängt haben
Eichel soll als Wirtschafts- und Finanzkommissar nach Brüssel

Das Rätselraten um eine angebliche Kabinettsumbildung in Berlin geht weiter: Angeblich soll Hans Eichel den Chefsessel im Finanzministerium räumen, um den Posten eines Superkommissars für Wirtschaft und Finanzen in Brüssel zu übernehmen.

HB BERLIN. Die Spekulationen um eine Kabinettsumbildung in Berlin reißen – trotz vielfacher Dementis – nicht ab. Neben Sozialministerin Ulla Schmidt, Verkehrsminister Manfred Stolpe und Bildungsministerin Edelgard Buhlman steht nun wieder Finanzminister Hans Eichel (alle SPD) zur Diskussion. Unter Berufung auf SPD-Kreise berichtert die «Welt am Sonntag», Eichel werde möglicherweise im Zuge einer für den Herbst geplanten Kabinettsumbildung als Superkommissar für Finanzen und Wirtschaft nach Brüssel weggelobt.

In der SPD-Führung sehe man darin auch eine Erklärung dafür, dass der Finanzminister den in die Kritik geratenen Bundesbank-Chef Ernst Welteke zum Rücktritt dränge. Sollte Welteke nämlich zurücktreten, habe Eichel seinen Posten erst einmal gerettet, da die beiden bedeutendsten Posten der deutschen Finanzpolitik nicht zeitgleich ausgetauscht werden könnten.

Dabei habe Eichel auch an seinen Staatssekretär Caio Koch-Weser gedacht, den der Finanzminister als Welteke-Nachfolger im Auge habe. Zwar bezweifeln ranghohe Mitarbeiter der Bundesbank «die Notenbank-Fähigkeit Herrn Koch-Wesers». Doch Koch-Weser, der das Rennen um das Amt des IWF-Chefs vor Jahren gegen Horst Köhler verloren hatte, habe bereits «seit längerem sein Interesse an dem Job in Frankfurt» erklärt.

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