Eier und Farbbeutel auf Polizisten geworfen
Weniger Zulauf zu Montagsdemos

Erstmals seit Wochen haben die Proteste gegen die Hartz-IV-Arbeitsmarktreform der Bundesregierung deutlich abgenommen.

HB BERLIN. Zwar gingen erneut zehntausende Menschen vor allem in Ostdeutschland auf die Straße, aber insgesamt registrierten Polizei wie Veranstalter eine spürbar geringere Beteiligung an den Demonstrationen. Nachdem die Polizei zunächst von einer Beteiligung ähnlich wie in den Vorwochen ausgegangen war, korrigierte sie am Abend ihre Angaben deutlich nach unten.

In Leipzig schätzte die Polizei die Zahl der Demonstranten auf 12.000, nachdem sie zuerst von 20 000 wie in der Vorwoche ausgegangen war. Beim Sozialforum Leipzig hieß es, rund 30 000 Menschen hätten sich an den Protesten beteiligt, am Montag vor sieben Tagen seien es 60 000 gewesen. Viele Protestierer trugen dort T-Shirts mit der Aufschrift: „Hartz IV nicht mit mir.“ Auf Transparenten war der Slogan zu lesen: „Nur Reiche wollen einen armen Staat.“ Auch in Magdeburg korrigierten die Veranstalter die Zahl der Demonstranten von zunächst 8 000 auf 3 000 und teilten damit die Einschätzung der Polizei. Dort hatte der ehemalige PDS-Vorsitzende Gregor Gysi zu den Rednern gezählt.

Eier und Farbbeutel auf Polizisten geworfen

In Berlin kam es vor der Parteizentrale der SPD zu Auseinandersetzungen zwischen einem Teil der Demonstranten und der Polizei. Aus der Menge der Kundgebungsteilnehmer wurden Flaschen, Farbbeutel und Eier auf die Sicherheitskräfte geworfen. Nach Polizeiangaben waren dafür so genannte Autonome verantwortlich, fünf Menschen seien festgenommen worden. Insgesamt schätzte die Polizei die Zahl der Protestierer in Berlin auf 6 000 bis 7 000 Menschen. Peter Grottian, der die Kundgebung angemeldet hatte und Mitglied im Berliner Sozialforum ist, ging von 12 000 Menschen aus, erwartet hatte er bis zu 15 000.

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