Eigener Gesetzentwurf
FDP will Zwangsoffenlegung von Managergehältern verhindern

Die FDP plant, das von der Bundesregierung geplante Gesetz zur Zwangsoffenlegung von Managergehältern zu kippen. Der Staat dürfe der Privatwirtschaft nicht per Gesetz Transparenz verordnen.

HB BERLIN. Erreicht werden solle das FDP-Vorhaben mit einem eigenen Gesetzentwurf, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende der Liberalen, Rainer Brüderle der „Rheinischen Post“. Das Gesetz der Regierung stehe zwar am Freitag im Bundestag zur Abstimmung an und es werde mit einer rot-grünen Mehrheit dafür gerechnet.

Durch den zusätzlichen FDP-Antrag würden aber neue Anhörungsfristen erforderlich, die vor der vorgezogenen Bundestagswahl im Herbst nicht mehr einzuhalten seien. Solange Unternehmen noch nicht dem Staat, sondern den Anlegern als Eigentümern gehörten, sei ein gesetzlicher Zwang zur Offenlegung von Gehältern des Vorstands nicht zu rechtfertigen, sagte Brüderle.

Mit dem Gesetz, von dem knapp 1000 börsennotierte Aktiengesellschaften betroffen sind, will die Regierung darauf reagieren, dass bislang nur ein Teil der Firmen freiwillig einer entsprechenden Empfehlung der Regierungskommission für gute Unternehmensführung folgen wollen.

Der Gesetzentwurf sieht aber vor, dass die Offenlegung der Managergehälter verweigert werden kann, wenn dies auf der Hauptversammlung einer Gesellschaft von drei Vierteln der anwesenden Aktionäre gestützt wird.

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