Einbußen bei der Stromsteuer
Steuereinnahmen stiegen im Juli nicht mehr so stark

Der in den letzten Monaten massive Anstieg der Steuereinnahmen in Deutschland hat sich im Juli verlangsamt.

HB BERLIN. Insgesamt nahmen Bund und Länder im genannten Monat mit 36,955 Milliarden Euro 6,9 Prozent mehr an Steuern ein, wie am Samstag aus Kreisen des Finanzministeriums bekannt wurde. Der Bund allein konnte sich mit 9,1 Prozent über ein deutlich höheres Plus freuen. Allerdings lagen die Steigerungsraten generell fühlbar unter denen der Vormonate, in denen sie zumeist zweistellig ausgefallen waren.

Von Januar bis Juli verzeichnete der Fiskus allerdings mit 12,9 Prozent immer noch eine zweistellige Zuwachsrate. Diese liegt auch über der von den amtlichen Steuerschätzern noch im Mai prognostizierten Steigerung der Steuereinnahmen für das Gesamtjahr 2007 von 10,1 Prozent. Für den Bund ergab sich in den ersten sieben Monaten ein Plus von 16,8 Prozent, in die Kassen der Länder flossen 10,9 Prozent mehr.

Die Umsatzsteuern trugen im Juli mit einem Plus von 10,8 Prozent besonders kräftig zum Anstieg der Gesamtsteuereinnahmen bei. Dabei überstieg der positive Effekt der Anhebung des Mehrwertsteuersatzes zu Jahresanfang die etwas schwächere Entwicklung im deutschen Einzelhandel im zweiten Quartal. Um fast 20 Prozent nahm die Einfuhrumsatzsteuer zu. Kräftig aufwärts ging es mit plus 7,3 Prozent auch bei der Lohnsteuer. Bei der veranlagten Einkommensteuer ergab sich wie bei der Körperschaftsteuer ein Minus. Unter den reinen Bundessteuern gab es bei der Energiesteuer, vor allem aber der Stromsteuer im Juli deutliche Einbußen gegenüber dem Vorjahr. Dagegen legten die Einnahmen aus den reinen Ländersteuern die Grunderwerbsteuer, Kfz-Steuer und Erbschaftsteuer jeweils zweistellig zu.

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