Eindeutige Koalitionsaussage
Westerwelle will nicht Kanzler werden

In die kommenden Bundestagswahlen will FDP-Chef Guido Westerwelle mit einer Koalitionsaussage zu Gunsten der Union ziehen.

HB BERLIN. Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle will bei den Bundestagswahlen 2006 nicht als Kanzlerkandidat antreten. «Ich werde aus heutiger Sicht meiner Partei empfehlen, diesmal mit einer gegenseitigen Koalitionsaussage in die Bundestagswahl zu gehen“, sagte Westerwelle in einem Gespräch mit dem »Tagesspiegel am Sonntag«.

Bei der Bundestagswahl 2002 hätten die Liberalen mit einem eigenen Kanzlerkandidaten betonen wollen, dass sie nicht auf eine Koalition festgelegt seien, so Westerwelle. Nun aber sei die Lage anders. Rot-Grün «hat sich wechselseitig aneinander gekettet».

Verärgert zeigte sich der Parteichef über die rund 20 Bundestagsabgeordneten der Union, die bei der Wahl des Wehrbeauftragten nicht den Kandidaten der FDP, Günther Nolting, gewählt, sondern für den Kandidaten der Koalition, Reinhold Robbe, gestimmt hätten.

«Die Union hat angekündigt und zugesichert, dass sie unseren Vorschlag unterstützen will», so Westerwelle. Nun müsse die Unionsspitze dies aufarbeiten. Seine Partei habe sich in ähnlichen Fällen als verlässlicher Partner erwiesen.

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