"Einige Kassen können sich den Ermäßigungen voraussichtlich gar nicht anschließen"
AOK wird Beiträge nur minimal senken

Die von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) angekündigten Beitragssenkungen bei den gesetzlichen Krankenkassen scheinen zu verpuffen, noch bevor sie in Kraft treten können: So senken die 17 Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) ihre Beiträge im kommenden Jahr voraussichtlich nur um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte.

HB BONN. Einige Kassen, die „am Tropf des Verbandes hängen“, könnten sich den Ermäßigungen voraussichtlich gar nicht anschließen, sagte der Verwaltungsratschef des AOK-Bundesverbandes, Fritz Schösser, der „Frankfurter Rundschau“. Dazu zählte er die AOK Berlin, Hamburg und Saarland.

Schösser, der auch bayerischer DGB-Chef und SPD- Bundestagsabgeordneter ist, sagte, Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) poche zwar darauf, durch die Gesundheitsreform den Durchschnittssatz aller Kassen von 14,4 auf 13,6 Prozent zu senken. Wenn sie könnten, würden die Kassen dies auch gerne tun, betonte Schösser. Doch der jetzige Satz decke die Kosten nicht.

Der „Donaukurier“ berichtete, die AOK Bayern wolle ihren Beitragssatz von 14,9 zum 1. April um 0,5 Punkte auf 14,5 Prozent senken. Den endgültigen Beschluss solle der Verwaltungsrat der Kasse an diesem Dienstag (2. Dezember) fassen.

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