Einigung
Banken beteiligen sich an Griechenland-Rettung

Vertreter von Banken und Regierung haben sich über die Gläubigerbeteiligung an der Hilfe geeinigt.
  • 0

BerlinDas Bundesfinanzministerium und deutsche Banken haben sich auf eine Gläubigerbeteiligung an einem zweiten Hilfspaket für Griechenland verständigt. Der Beitrag belaufe sich auf insgesamt 3,2 Milliarden Euro, teilte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Donnerstag in Berlin. Deutsche Banken seien mit zehn Milliarden Euro in griechischen Anleihen engagiert.

Eine komplett freiwillige Einbindung der Privatgläubiger ist wichtig, damit Ratingagenturen diese Maßnahme nicht als Zahlungsausfall bewerten. Dies würde die Schuldenkrise in der Euro-Zone wahrscheinlich deutlich verschärfen. Schäuble und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann betonten, letzte Details würden bis Sonntag geklärt werden.

Am Vormittag hatte es in Verhandlungskreisen geheißen, es zeichne sich eine Lösung ab. „Wir sind nah dran, aber es sind noch ein paar Fragen offen“, hieß es. „Wir sind sehr nah beieinander“. Eine endgültige Einigung sei aber noch nicht erzielt.

Eine Einigung gilt auch als wahrscheinlich, weil sich unter anderem Deutsche-Bank-Chef Ackermann und Commerzbank-Chef Martin Blessing grundsätzlich zu einem Kompromiss bereiterklärt hatten. Danach wollen Banken und Versicherer ihr Kreditengagement in Griechenland strecken. Die freiwillige Laufzeitverlängerung ist an das zuvor ausgehandelte „französische Modell“ angelehnt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Einigung: Banken beteiligen sich an Griechenland-Rettung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%