Einigung gescheitert
Ärzte-Tarifkonflikt geht weiter

Die Tarifverhandlungen für die Ärzte an Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern sind am Samstag ohne Einigung geblieben und auf Dienstag vertagt worden.

HB MÜNCHEN. „Es hat trotz 26-stündiger konstruktiver Verhandlungen keine Einigung gegeben“, sagte der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Frank Ulrich Montgomery der Nachrichtenagentur Reuters. Die Ärzte seien bereit gewesen, ein erarbeitetes Kompromisspapier zu akzeptieren und einen Abschluss zu besiegeln. Die Arbeitgeberseite habe aber in letzter Minute die Zustimmung verweigert.

Auf Wunsch der Arbeitgeber habe man einer Fortsetzung der Gespräche zugestimmt, obwohl das Verhalten der Länder an Unseriosität grenze und die Ärztegewerkschaft zunächst erwogen habe, die Gespräche für gescheitert zu erklären. „Die Streikmaßnahmen gehen aber im vollen Umfang weiter“, betonte Montgomery.

Nach Darstellung des Gewerkschaftschefs hatten beide Seiten während des 26-stündigen Verhandlungsmarathons einen weit reichenden Einigungsvorschlag erarbeitet, in dem die Ärztegewerkschaft „sehr viel nachgegeben“ habe. Die Arbeitgeberseite habe jedoch offenbar „keine Prokura“ der Finanzminister der Länder gehabt. Nach Montgomerys Worten war die Ärztegewerkschaft bereit, Kompromisse in den umstrittenen Bereichen der Bereitschaftsdienste, der Bezahlung junger Ärzte und einer Gehaltssteigerung für Ärzte zu akzeptieren und abzuschließen.

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