Einigung im Tarifstreit
Banker bekommen dickes Gehaltsplus

Im Bankgewerbe haben die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber sich auf einen Kompromiss geeinigt. In zwei Stufen werden die Gehälter für die Beschäftigten angehoben. Allerdings nicht um die gewünschten sechs Prozent.
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WiesbadenDie Gehälter der 220.000 Beschäftigten des Bankgewerbes steigen in den kommenden beiden Jahren in zwei Stufen um insgesamt 5,4 Prozent. Darauf haben sich die Banken-Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch in Wiesbaden geeinigt. Die Gehälter sollen demnach ab Juli um 2,9 Prozent angehoben werden und ab Juli nächsten Jahres noch einmal um weitere 2,5 Prozent steigen, teilten die Bankenarbeitgeber mit. Außerdem erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 350 Euro spätestens im Juli.

Der neue Tarifvertrag soll nach Angaben der Arbeitgeber eine Laufzeit von 26 Monaten haben. Beide Seiten vereinbarten auch eine zweistufige Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 50 Euro in diesem und um weitere 45 Euro im Juli nächsten Jahres. Zudem verständigten sie sich auf eine Erklärung zum betrieblichen Gesundheitsschutz.

Ver.di hatte für die Bank-Beschäftigten zunächst sechs Prozent mehr Gehalt gefordert. Die Arbeitgeber hatten vor der Einigung 4,2 Prozent mehr in drei Stufen angeboten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Einigung im Tarifstreit: Banker bekommen dickes Gehaltsplus"

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  • Hallo zusammen,

    gilt das Ganze auch für Genossenschaftsbanken?

    Vielen Dank!

  • Das Handelsblatt liegt mit seiner Schlagzeile richtig.
    Nur hat die Schlagzeile wenig mit dem Text zu tun.
    "Banker" sind die Mitglieder der Geschäftsleitung einer Bank, die Angestellten sind korrekt als "Bänker" zu bezeichnen.
    Wieder ein Beispiel dafür, dass es besser ist, deutsche Begriffe zu verwenden.

  • Der Tarifabschluß der Bankangestelten liegt bei einer Laufzeit von 26 Monaten und insgesamt 5,4 % deutlich niedriger als beim Öffentlichen Dienst, der 6,3 % auf 24 Monate erhielt - von den noch besseren Abschlüssen der Metaller ganz zu schweigen.
    Wie man da von einem "dicken Gehaltsplus" sprechen kann, ist mir ein Rätsel!

    Reinhard Rupsch, Münster

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