Einigung noch nicht in Sicht
Zähe Kompromiss-Suche im Klima-Streit

Auch zwei Stunden nach Beginn des Krisengesprächs zum Klimaschutz zeichnet sich keine Einigung ab. Eine Lösung innerhalb der nächsten Stunde galt kurz vor Mitternacht in Regierungskreisen als unwahrscheinlich.

HB BERLIN. Kanzler Gerhard Schröder hatte die zerstrittenen Minister Wolfgang Clement und Jürgen Trittin am Montagabend ins Kanzleramt geladen. Bei dem Streit zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltminister geht es um den Verteilungsplan von Abgasrechten. Clement gehen Trittins Pläne für den Klimaschutz zu weit.

Mit dem Einschalten von Schröder in die festgefahrene Auseinandersetzung - mit der alle Beteiligten schon länger gerechnet hatten - sind die Chancen auf eine politische Einigung dennoch wieder deutlich gestiegen. Denn noch am Mittwoch soll im Kabinett der so genannte "Nationale Allokationsplan" (NAP) verabschiedet werden, in dem der künftige Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) durch die Industrie geregelt wird. Die EU-Staaten müssen ihre jeweiligen Pläne bis zum 31. März nach Brüssel übermitteln. Die erste Stufe des Emissionshandels soll dann Anfang 2005 beginnen.

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