Einkommensabhängige Zusatzzahlung
Schmidt bietet Union Zahnersatz-Kompromiss

Statt eines Pauschalbeitrags soll es nun doch einen vom Einkommen abhängigen Beitrag zur Zahnersatz-Versicherung geben. Das ist der Kompromissvorschlag von Ministerin Schmidt an die Union.

HB BERLIN. Im Streit um eine Versicherung für Zahnersatz hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) einen Kompromiss vorgeschlagen. Wie die «Berliner Zeitung» am Samstag schreibt, sollen die Versicherten von 2005 an nun doch einen Zusatzbeitrag zahlen, der vom jeweiligen Einkommen abhängig gemacht wird.

Ursprünglich hatten Regierung und Opposition vereinbart, dass jeder gesetzlich Versicherte den gleichen Pauschalbeitrag einzahlen sollte. An diesem Vorschlag werde nun nicht mehr festgehalten, berichtet das Blatt unter Berufung auf Koalitionskreise.

Sollte der neue Plan eines einkommensabhängigen Beitrags umgesetzt werden, würde dies demnach bedeuten, dass die Zahnersatzpolice für Menschen, die wenig verdienen billiger, für besser Verdienende jedoch teurer würde als bisher geplant. Wie die «Passauer Neue Presse» vom Samstag berichtet, hält Schmidt einen Beitrag von «maximal 0,4 Prozent» des Einkommens bis zur Beitragbemessungsgrenze von 3487,50 Euro für möglich.

An der Grundsatzentscheidung, wonach die gemeinsame Finanzierung des Krankenkassenbeitrags von Arbeitgebern und Arbeitnehmern beim Zahnersatz aufgegeben wird, hält Ulla Schmidt laut dem Bericht der «Berliner Zeitung» jedoch fest. Dies würde bedeuten, dass die Zahnersatzpolice für Personen mit geringen Einkommen billiger, für besser Verdienende jedoch teurer würde als bisher geplant. Die Patienten würden den Zahnersatz also wie geplant allein absichern müssen.

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