Einnahmen aus der Erbschaftssteuer nahezu verdoppelt
Länder haben mehr Steuern eingenommen

Im Gegensatz zum Bund haben die Länder im Januar bei den Steuereinnahmen deutlich zulegen können. Das Aufkommen der reinen Ländersteuern erhöhrte sich um 13,5 Prozent, während die Einnahmen des Bundes im Janaur um 1,1 Prozent gesunken sind.

HB BERLIN. Im Gegensatz zum Bund haben die Länder im Januar bei den Steuereinnahmen deutlich zulegen können. Wie am Mittwoch aus Steuerschätzkreisen zu erfahren war, sanken die Einnahmen aus reinen Bundessteuern um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dagegen erhöhte sich das Aufkommen der reinen Ländersteuern um 13,5 Prozent.

Wie die „Passauer Neue Presse“ (Mittwoch) berichtete, konnten die Länder ihr Erbschaftsteuer-Aufkommen im Januar mehr als verdoppeln. Die Einnahmen stiegen demnach von 286,3 Millionen Euro auf 648,9 Millionen. Der Anstieg der Erbschaftsteuer sei nahezu ausschließlich verantwortlich für das Plus bei den reinen Ländersteuern. Zugelegt hat im Januar nur noch das Aufkommen der Biersteuer um 3,3 Prozent auf 64,1 Millionen Euro.

Alle übrigen Steuereinnahmen seien zurückgegangen: die Grunderwerbsteuer um 9,2 Prozent auf 435,7 Millionen Euro, die Kraftfahrzeugsteuer um 2,9 Prozent auf 759 Millionen Euro, die Rennwett- und Lotteriesteuer um 16,5 Prozent auf 155,6 Millionen Euro. Die übrigen so genannten sonstigen Ländersteuern hätten sogar um 30,1 Prozent auf 39 Millionen Euro abgenommen.

Insgesamt nahm der Fiskus trotz Entlastungen der Bürger durch die Steuerreform im Januar 2,5 Prozent mehr Steuern ein als ein Jahr zuvor. Die Einnahmen aus Lohnsteuern sanken im ersten Monat des Jahres gegenüber dem Vergleichsmonat 2003 um 3,6 Prozent, wie aus Steuerschätzkreisen verlautete. Dagegen legte die Körperschaftsteuer, die Kapitalgesellschaften abführen müssen, um 365 Millionen Euro zu. Sie weise nun mit 139 Millionen Euro wieder ein positives Januar- Ergebnis aus.

Auch die Kapitalertragsteuern nahmen dem Vernehmen nach erstmals seit über einem Jahr wieder zu, und zwar um 12,2 Prozent. Und auch das Mehrwertsteueraufkommen habe mit 5,2 Prozent zugelegt. Dies wurde als Zeichen für die wieder anziehende Konjunktur und als „Konsumstreifen am Horizont“ gewertet.

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