Einnahmen
Mitgliederschwund drückt Parteifinanzen

Der Mitgliederschwund bringt den großen Parteien auch erhebliche finanzielle Verluste. Eine Partei musste in der Zeit zwischen 1997 und 2006 sogar einen Einbruch um 50 Prozent hinnehmen.

HB BERLIN. Wie aus einem Bericht von Bundestagspräsident Norbert Lammert hervorgeht, sind die Einnahmen von Union, SPD und Grünen kräftig geschrumpft. SPD und CDU verloren allein zwischen 1997 und 2006 fast 41 Millionen Euro Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen. Die SPD erwirtschaftete 1997 noch 80,7 Millionen Euro durch Mitgliedsbeiträge, 2006 waren es nur 48,4 Millionen Euro – ein Rückgang von 40 Prozent.

Die CDU kam 2006 noch auf 43 Millionen Euro Beitragseinnahmen, knapp 8,5 Millionen Euro weniger als zehn Jahre zuvor. Das entspricht einem Minus von 16,5 Prozent. Die prozentual stärksten Verluste verzeichneten dem Bericht zufolge die Grünen: Ihre Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen sanken um 50 Prozent von 11 auf 5,5 Millionen Euro. Die CSU verlor nur geringfügig Mitgliedsbeiträge von knapp zehn auf 9,8 Millionen Euro. Mehreinnahmen verzeichneten hingegen die FDP von 5,4 auf 6,8 Millionen Euro und die Linkspartei von 8,6 auf 9,1 Millionen Euro. Über den Lammert-Bericht hatte die „Bild“-Zeitung am Freitag berichtet.

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