Einnahmen-Plus im August
Die Steuerkasse klingelt wieder

Die Steigerungsraten bei den Steuereinnahmen im Jahr 2014 sind rekordverdächtig, der August zeigte sich nun jedoch als besonders ergiebiger Monat. Das Finanzministerium ist optimistisch, doch es gibt auch Sorgenkinder.
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Die Steuereinnahmen sind im August um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Dies berichtet das Handelsblatt unter Verweis auf Angaben aus dem Bundesfinanzministerium. Damit war die Zuwachsrate im August sogar noch etwas höher als im bisherigen Jahresverlauf. Bis Ende August nahmen Bund und Länder insgesamt 371,6 Milliarden Euro ein, 2,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Steuern der Kommunen werden separat erfasst.
Erneut trieb der robuste Arbeitsmarkt - und damit die Lohnsteuer - die Gesamteinnahmen in die Höhe. Mit 13,3 Milliarden Euro zahlten die Arbeitnehmer im August 7,3 Prozent mehr an die Finanzämter als vor einem Jahr. „Die Beschäftigung expandiert nach vor“, hieß es aus dem Ministerium. Sorgenkind bleibt weiter die Brennelementesteuer. Wegen eines Gerichtsurteils wird der Bund dieses Jahr unter dem Strich gut zwei Milliarden Euro Steuererstattung verkraften müssen – ein Milliardenloch im Bundesetat.


Dagegen sinken die Zinsausgaben den Bundes immer weiter. In den ersten acht Monaten zahlte der Bund 23,3 Milliarden Euro Zinsen. Das waren 16,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zumindest ein Teil des eingesparten Geldes investierte der Bund: Mit gut vier Milliarden Euro lagen die Sachinvestitionen zehn Prozent über Vorjahr. Von der Konjunktur droht nach Ansicht der Ministeriumsvolkswirte keine akute Gefahr für die Staatsfinanzen. Die deutsche Wirtschaft werde im dritten Quartal wieder wachsen. „Die Abschwächung im zweiten Quartal dürfte nur temporär gewesen sein.“ Im zweiten Halbjahr sei „moderates“ Wirtschaftswachstum zu erwarten, hieß es.

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  • Selbstverständlich besteht trotzdem keinerlei Spielraum für Steuersenkungen.

  • Zwei Fakten: es sidn die Lohnsteuereinnahmen, die die Kassen klingeln lassen und es sind die Niedrigzinsen, die Enteignung der Sparer, die dem Finanzminister Freude bereiten.

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