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Einsehbar im Internet: Steinbrück veröffentlicht seine Stasi-Akte

Peer Steinbrück hat seine Stasi-Akte für die Öffentlichkeit ins Internet gestellt. Das Dokument ist auf der Homepage des SPD-Kanzlerkandidaten einsehbar - wer brisante Informationen erwartet, wird allerdings enttäuscht.

Einsicht in die Stasi-Akten: Peer Steinbrück hat die Dokumente auf seiner Homepage bereit gestellt. Quelle: AFP
Einsicht in die Stasi-Akten: Peer Steinbrück hat die Dokumente auf seiner Homepage bereit gestellt. Quelle: AFP

BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat am Donnerstag seine Stasi-Akte im Internet veröffentlicht. "Nicht nur Medienvertreter, sondern alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sollen die Dokumente einsehen und sich ein eigenes Urteil bilden können", schrieb Steinbrück auf seiner Homepage.

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Die Akte enthalte aber keine brisanten Informationen. "Ich habe jetzt lediglich erfahren, welche Person mich bei meinen Besuchen in der DDR bespitzelte", erklärte der SPD-Politiker.

Dabei habe es sich um einen Inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi aus "meinem weiteren verwandtschaftlichen Umfeld" gehandelt. Steinbrück betonte erneut, dass weder die Stasi, noch andere Geheimdienste je versucht hätten, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Die SPD in Zahlen

  • Mitglieder

    Ende November waren es 474.820 Mitglieder (März: 474.481). Der Höchststand wurde in der Weimarer Republik erreicht: Mit 1,261 Millionen im Jahr 1923. Das Durchschnittsalter liegt heute bei 59 Jahren – das älteste Mitglied ist 107. Die längste Mitgliedschaft betrug 88 Jahre.

  • Ortsvereine

    Derzeit gibt es rund 9000 Ortsvereine. Nach der Wiedervereinigung waren es in den 90er Jahren bis zu 10.000.

  • Finanzen

    2011 betrugen die Einnahmen 155 Millionen, die Ausgaben 141 Millionen – allein der Bundestagswahlkampf in diesem Jahr hat mehr als 20 Millionen Euro gekostet. Solche Jahre werden in der Regel mit einem Minus abgeschlossen.

  • Spenden und Beiträge

    2011 erhielt die Partei zwölf Millionen Euro an Spenden, die Mitglieder zahlten zudem 70 Millionen an Beiträgen, 2010 waren es 68 Millionen. Die Spenden steigen im Wahljahr meist an. 2009 lagen sie zum Beispiel bei 18,7 Millionen Euro.

Steinbrück hatte nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" angekündigt, die Akte zu veröffentlichen. Der Zeitung zufolge hatte die DDR-Staatssicherheit Steinbrück als sogenannten Vorlauf-IM erfasst. Als "Vorlauf" bezeichnete die Stasi den Angaben zufolge Personen, die aus verschiedenen Gründen als werbbar galten und angesprochen werden sollten.

  • 23.08.2013, 13:12 Uhrmargrit117888

    Ausgespäht von der Stasi wurden viele Westpolitiker. Aber das ist harmlos. Und so sehe ich auch Steinbrücks Akte als harmlos
    Steinbrück hatte lediglich das Pech, Verwandte im Osten zu haben und so war er natürlich ein Spähobjekt.

  • 23.08.2013, 13:09 Uhrmargrit117888

    Mazi
    Irrtum. Die Akte Merkel wird nie veröffentlicht, sie ist zu brisant. Die hat irgendwer schon längst beisetie geschafft

  • 23.08.2013, 11:23 Uhrein_Wunder

    Haha, der Schachspieler Steinbrück. Hätte ich ihm nicht zugetraut, dass er so viel Grips hat.

    Nun ist Merkel im Zugzwang (und nicht nur sie.....), denn nun sollte ihre Akte auf den Tisch legen als Beweis, dass sie keinen wesentlichen Anteil hatte an den Brutalitäten des DDR Regimes.

    Falls Merkel das nicht tut oder die Akten nun zufällig verschwinden, dann kann man dies als Beweis ansehen, dass sie keine saubere Weste hat.

    Ob man sich bei der SPD langsam daran erinnert, was "Opposition" eigentlich bedeutet?

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