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17.07.2008 
Förderung mit Bundesmitteln

Einstiegspraktika bewähren sich als Sprungbrett

Die staatlich geförderten Einstiegsqualifizierung für Jugendliche ohne Lehrstelle erweisen sich laut Bundesarbeitsministerium zusehends als Brücke in eine betriebliche Ausbildung.

Für schwer vermittelbare Jugendliche kann ein Praktikum den Weg zur Ausbildung ebnen. Foto: dpaLupe

Für schwer vermittelbare Jugendliche kann ein Praktikum den Weg zur Ausbildung ebnen. Foto: dpa

HB BERLIN. Zuletzt hätten fast zwei Drittel (65,5 Prozent) der teilnehmenden Jugendlichen nach einer solchen Qualifizierung eine Lehrstelle bekommen, teilte das Bundesarbeitsministerium am Donnerstag mit. Die Quote sei seit Einführung des Programms 2004 stetig gestiegen. Zusammen mit den Teilnehmern an einer anschließenden außerbetrieblichen oder schulischen Ausbildung erwies sich das Programm im vergangenen Jahr sogar für drei Viertel (74,7 Prozent) aller Jugendlichen als Weg in eine berufliche Ausbildung.

Die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQJ) war 2004 mit dem Ausbildungspakt zwischen der damaligen rot-grünen Bundesregierung und den Spitzenverbänden der Wirtschaft eingeführt worden. Inzwischen stellt die Wirtschaft jedes Jahr 40 000 Plätze für solche bis zu sechs Monate langen Praktika für schwer vermittelbare Jugendliche zu Verfügung.

Der Bund fördert dies, indem er die Vergütung für die Praktikanten bis zu einer Höhe von monatlich 192 Euro und Sozialabgaben von 96 Euro übernimmt. Ab 1. August dieses Jahres steigen diese Sätze auf 212 Euro und 106 Euro. Bis Ende 2007 gab der Bund dafür rund 184 Millionen Euro aus.

Dem nun veröffentlichten Abschlussbericht der Begleitforschung zufolge kamen auf diesem Weg von den ehemaligen Jugendlichen ohne Lehrstelle in den Jahren 2005 bis 2007 etwa 61 500 zu einer beruflichen Ausbildung. Eine Vergleichsgruppe ohne Förderung schaffte weitaus seltener den Sprung in eine Ausbildung. Bei fast zwei Dritteln der Jugendlichen habe das Praktikum ihrem Berufswunsch entsprochen. Ein weiteres Viertel der Befragten habe erklärt, das Praktikum sei nahe an ihrem Berufswunsch gewesen, heißt es in dem Bericht.

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