Einzelhandel erwartet keine rasche Veränderung der Öffnungszeiten
Clement will Ladenschluss abschaffen

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement will das Ladenschlussgesetz lockern. Der SPD-Politiker sagte am Dienstag im ARD-Morgenmagazin, er selbst habe „große Sympathie dafür, vor Ort entscheiden zu können“.

HB BERLIN. Die bisherigen Regelungen etwa vor Weihnachten oder an Badeorten seien sehr kompliziert und mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden. Das „sollte leichter, etwas lockerer, etwas weniger von oben gesteuert“ werden, erklärte der Minister.

Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung wird Clement am Vormittag im Kabinett vorschlagen, die Öffnungszeiten an Werktagen komplett freizugeben und die Regelung für Sonn- und Feiertage den Bundesländern zu überlassen.

Das vor knapp einem Jahr gelockerte Ladenschlussgesetz verbietet im Einzelhandel weitgehend den Verkauf an Sonn- und Feiertagen und an den übrigen Wochentagen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr. Nach Einschätzung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben die neuen Öffnungszeiten den Umsatz nicht gesteigert.

Der Einzelhandel erwartet keine rasche Veränderung der Öffnungszeiten im Falle einer Lockerung des Ladenschlussgesetzes. „In Zeiten der Konsumflaute helfen auch längere Öffnungszeiten herzlich wenig“, sagte der Sprecher des Einzelhandelsverbandes HDE, Hubertus Pellengahr, am Mittwoch. Keiner dürfe erwarten, dass die Geschäfte sofort länger geöffnet hätten. „Da sich die Einkaufsgewohnheiten nicht ändern, würden sich auch die Öffnungszeiten kaum verändern.“

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